Lesen: Pride Wien 2026: Wien schützt die Regenbogenparade mit großem Polizeiaufgebot

Pride Wien 2026: Wien schützt die Regenbogenparade mit großem Polizeiaufgebot

Veröffentlicht
2 Min. Lesezeit
Anzeige

Wien stellt für die am Samstag ein großes Sicherheitsaufgebot auf. Die Polizei will entlang der Route mehrere hundert Beamtinnen und Beamte einsetzen, dazu Drohnen sowie Lastwägen und Einsatzfahrzeuge als Rammschutz gegen Fahrzeuge.

Das ist für deshalb die entscheidende Nachricht, weil die Parade mehr als 300.000 Menschen anziehen dürfte und die Sicherheitsmaßnahmen genau vor dem Start des größten Pride-Events der Stadt greifen. Die spricht von einer „abstrakt erhöhten Gefährdungslage“, betont aber zugleich, dass es derzeit keine Hinweise auf eine konkrete Bedrohung gibt.

Der Einsatz ist auch eine Reaktion auf das Vorjahr. 2024 gab es eine Terrordrohung gegen die Veranstaltung, danach wurde das Sicherheitskonzept über das Jahr hinweg eng mit Polizei und abgestimmt. Diesmal sollen die Kräfte nicht nur in Uniform, sondern auch in Zivil vor Ort sein.

- Advertisement -

Gerade dieser Mix aus sichtbarer Präsenz und verdeckter Beobachtung zeigt, wie Wien die Lage einschätzt: nicht als akute Gefahr, aber als Risiko, das man nicht unterschätzen will. Die Polizei verweist dabei auch auf das allgemeine Bedrohungsumfeld und auf eine Veranstaltung, die wegen ihres glitzernden, offenen Charakters besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Für die Organisatoren kommt der Sicherheitsapparat zu einer Zeit, in der die Stadt zugleich spart. Wien gibt heuer 350.000 Euro für die Veranstaltung, nach 651.000 Euro zuvor. sagte, das sei von drei Tagen auf einen Tag reduziert worden; zusätzlich sei ein am Beginn des Pride-Zeitraums organisiert worden, um die Sichtbarkeit nicht zu verlieren.

Die Organisatorin verwies auch darauf, dass Gegenproteste in der Regel klein seien, meist mit 100 bis 200 Teilnehmenden, und überwiegend friedlich verliefen. Für den Samstag bleibt trotzdem der größere Punkt stehen: Die Parade wird stattfinden, aber Wien rückt mit mehreren hundert Kräften, Drohnen und Fahrzeugbarrieren an, ohne die genaue Zahl der eingesetzten Mittel öffentlich zu nennen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen