Lesen: Cienciano - Juventud: Vier Teams, ein Ticket und ein Abend in Cusco

Cienciano - Juventud: Vier Teams, ein Ticket und ein Abend in Cusco

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

Am Mittwoch, dem 27. Mai, stand in Gruppe B der Copa Sudamericana 2026 alles auf dem Spiel: empfing im Inca Garcilaso de la Vega-Stadion in Cusco, während Atlético Mineiro im Arena MRV in Belo Horizonte gegen spielte. Vor dem letzten Spieltag lagen Cienciano, Academia Puerto Cabello und Atlético Mineiro mit jeweils sieben Punkten gleichauf, Juventud Las Piedras kam auf sechs.

Nur der Tabellenerste der Gruppe zieht direkt ins Achtelfinale ein. Der Zweite muss in eine Playoff-Runde gegen ein aus der Copa Libertadores ausgeschiedenes Team. Genau deshalb war der Abend mehr als ein normales Vorrundenspiel: Aus vier Mannschaften mit intakten Chancen sollte an diesem Tag ein direkter Qualifikant hervorgehen, und für die anderen blieb nur der Umweg über die Playoffs.

Für Cienciano war die Ausgangslage eng, aber vertraut. Der peruanische Klub war mit einem späten Treffer von in Montevideo gegen Juventud Las Piedras mit einem Remis in die Gruppe gestartet. Danach schlugen die Cusqueños Academia Puerto Cabello mit 2:0, als Garcés und trafen, und legten mit einem 1:0 gegen Atlético Mineiro nach, als den entscheidenden Treffer erzielte. Erst im vierten Gruppenspiel riss die Serie, als Academia Puerto Cabello Cienciano in Valencia mit 3:0 bezwang.

- Advertisement -

Auch die anderen Ergebnisse zeigten, wie eng Gruppe B über weite Strecken war. Academia Puerto Cabello hatte Atlético Mineiro gleich zum Auftakt mit 2:1 geschlagen, bevor es gegen Juventud Las Piedras in Montevideo eine 0:4-Niederlage setzte. Atlético Mineiro wiederum besiegte Juventud Las Piedras im zweiten Gruppenspiel, spielte in Montevideo 2:2 gegen denselben Gegner und ging damit ebenso mit sieben Punkten in den letzten Spieltag wie Cienciano und Academia Puerto Cabello.

Der Druck lag damit nicht nur auf den beiden Spielen des Abends, sondern auch auf den Details, die die Tabelle davor schon gezeichnet hatten. Cienciano war als einziger peruanischer Klub mit offiziellen Conmebol-Titeln in diesen Spieltag gegangen, mit dem Sudamericana-Triumph 2003 und dem Recopa-Erfolg 2004 im Gepäck. Doch Historie brachte an diesem Mittwoch keinen Schutz. Entscheidend war, was an diesem letzten Gruppenspieltag in Cusco und Belo Horizonte passierte.

Der klare Schnitt zwischen Anspruch und Realität machte den Abend so scharf. Cienciano brauchte nicht nur einen guten Auftritt, sondern ein Resultat, das seine sieben Punkte in den direkten Weg ins Achtelfinale verwandelte. Für Juventud Las Piedras ging es trotz des Rückstands nur um den letzten offenen Weg in einer Gruppe, in der bis zum Schluss noch niemand abgeschrieben war. Genau das machte den 27. Mai zum Schlusspunkt einer Vorrunde, die an ihrem letzten Abend noch einmal alles offenlegte, was Fußball in einer Gruppenphase besonders macht: ein Punkt, ein Tor, ein Spiel konnten den Unterschied zwischen direktem Weiterkommen und dem mühsamen Umweg ausmachen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen