Lesen: 2012 wieder erreicht: Deutschlands Wohnungsbau bleibt trotz mehr Genehmigungen schwach

2012 wieder erreicht: Deutschlands Wohnungsbau bleibt trotz mehr Genehmigungen schwach

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Deutschland hat 2025 nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt, so wenig wie seit 2012 nicht mehr. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der vollendeten Wohnungen um 18 Prozent oder 45.400 Einheiten, obwohl die Baugenehmigungen im selben Jahr um fast 11 Prozent auf 238.100 stiegen.

Für ist das kein Trost. Die Bundesbauministerin sagte, die 206.600 gebauten Wohnungen seien zu wenig und nannte sie das „Resultat der vergangenen Krisenjahre“. Für Menschen wie die Berliner Wohnungssuchende, die in einem Markt mit knappen Angeboten nach einer Bleibe suchen, ist das die nüchterne Botschaft des Tages: Es wird zwar mehr genehmigt, aber viel zu wenig kommt tatsächlich auf den Markt.

Der Bruch zwischen Planung und Realität ist gewaltig. Nach den Daten lag der Bestand an genehmigten, aber noch nicht fertiggestellten Wohnungen bei 760.700 Einheiten; 307.200 davon befanden sich bereits im Bau. Dennoch liefen für 35.700 Wohnungen die Baugenehmigungen ab, bevor sie abgeschlossen wurden. Gleichzeitig stieg die Zeit vom Genehmigungsbescheid bis zur Fertigstellung im Neubau auf 27 Monate, nach 20 Monaten im Jahr 2020.

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Die bezeichnete die Zahlen als Alarmsignal. sagte, der Mangel an Wohnraum sei das größte soziale Problem in Deutschland. Dass weniger als die Hälfte der Bevölkerung hierzulande in Eigentum lebt, macht die Lage besonders heikel: Deutschland bleibt bei der Eigentumsquote der Schlusslicht in der EU. Der Mangel trifft also nicht nur Bauherren, sondern eine Gesellschaft, in der Mietwohnungen für sehr viele Menschen die einzige realistische Option sind.

Die Entwicklung steht auch im Schatten früherer politischer Versprechen. hatte im angekündigt, jedes Jahr 400.000 neue Wohnungen schaffen zu wollen. Später blieb das Ziel unter der damaligen Wohnungsministerin Jahr für Jahr unerreicht. Inzwischen verweist das Ministerium auf den neuen , der bereits in vielen Kommunen genutzt werde, und auf Rekordmittel für den sozialen Wohnungsbau. Beides soll die Lücke verkleinern, die sich über Jahre aufgetan hat.

Doch die Branche hält das für zu wenig. Sie fordert bessere Abschreibungsregeln, ein Ende weiterer Verschärfungen bei der Mietregulierung, vereinfachte Bauvorschriften und eine Befreiung von der Grunderwerbsteuer für Erstkäufer. Hinzu kommen höhere Kosten: Wegen des Iran-Kriegs sind Bau- und Transportkosten teurer geworden, und die Baukosten stiegen im ersten Quartal um sechs Prozent. Das verschärft die Kalkulation in einer Phase, in der viele Projekte ohnehin schon an Genehmigungen, Finanzierung und Fristen scheitern.

Genau dort liegt der Widerspruch, der den Wohnungsbau derzeit lähmt. Die Zahl der Genehmigungen steigt wieder, erstmals seit 2021. Aber viele Projekte kommen nicht rechtzeitig voran, Fristen laufen ab und teure Baustellen bleiben liegen. Experten erwarten deshalb nicht, dass die Krise im Wohnungsbau mit einem einzigen besseren Genehmigungsjahr endet. Für Wohnungssuchende ist 2025 vor allem eines: ein weiteres Jahr, in dem das Angebot zu klein bleibt, obwohl der Bedarf weiter wächst.

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