Lesen: Opferfest beginnt in Österreich am Abend des 26. Mai – vier Tage Fest und Regeln

Opferfest beginnt in Österreich am Abend des 26. Mai – vier Tage Fest und Regeln

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Am Abend des 26. Mai beginnt in Österreich das , das auch oder Eid al-Adha genannt wird. Vom 27. bis 30. Mai steht damit eines der wichtigsten Feste im islamischen Kalender an, das mit dem frühmorgendlichen Festgebet in der Moschee eröffnet wird.

Am ersten Tag wird frühmorgens in der Moschee das Festgebet gefeiert und danach ein Tier geopfert oder ein Kurban gespendet. Zum Fest ziehen viele neue oder besonders schöne Kleidung an und frühstücken mit der Familie. Auf den Tisch kommen gegrilltes Fleisch, Reisgerichte, Börek, Baklava, Datteln und Süßigkeiten. Der zweite Tag gehört vor allem der Familie und Besuchen, der dritte Tag steht für Gemeinschaft und Wohltätigkeit, bevor das Fest am 30. Mai endet.

Das Opferfest erinnert an die Bereitschaft des Propheten , seinen Sohn auf Gottes Befehl hin zu opfern. Gott ersetzte den Sohn im letzten Moment durch ein Tier, meist ein Schaf oder Widder. Kurban steht für die tiefe Verbundenheit der Gläubigen mit Allah sowie für Dankbarkeit und Mitgefühl. Deshalb gehört auch das rituelle Opfern dazu, bei dem meist ein Schaf, eine Ziege, ein Rind oder sogar ein Kamel geschächtet wird.

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Das Fleisch wird gedrittelt und für Familie, Verwandte und Nachbarn sowie Bedürftige verwendet. Wer kein Tier vor Ort opfern lässt, kann Kurbanlar auch an Bedürftige in anderen Ländern spenden. Gerade in Österreich ist der Ablauf jedoch streng geregelt: Das Tierschutzgesetz verbietet grundsätzlich das Ritual ohne vorherige Betäubung, Ausnahmen gibt es nur für rituelle Schlachtungen aus zwingenden religiösen Gründen durch gesetzlich anerkannte Religionsgemeinschaften. Diese Schächtungen müssen behördlich genehmigt werden, dürfen nur in einer zugelassenen Schlachtanlage und von sachkundigen Personen erfolgen, und ein Tierarzt muss die Einhaltung der Vorschriften überwachen.

Privates oder nicht genehmigtes Schächten ist verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden. Damit liegt die eigentliche Spannung des Festes in Österreich nicht im Brauch selbst, sondern in der Frage, wie er unter gesetzlichen Auflagen sichtbar und zulässig bleibt. Für viele Gläubige ist das Opferfest deshalb zugleich ein Tag der Andacht, der Familie und der strengen Ordnung.

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