Montevideo City Torque hat am Dienstag in Brasilien bei Gremio 2:2 gespielt und damit direkt das Achtelfinale der Copa Sudamericana 2026 erreicht. Für den Klub aus Montevideo ist es der erste Einzug in die Runde der letzten 16 eines internationalen Turniers in der Vereinsgeschichte.
Salomón Rodríguez brachte Montevideo City Torque in der 36. Minute in Führung, als er eine Hereingabe von links mit einem Lupfer verwertete und auf 0:1 stellte. Gabriel Mec glich kurz nach der Pause in der 46. Minute aus, doch Franco Pizzichillo traf in der 83. Minute erneut für die Uruguayer. Erst ein verwandelter Elfmeter von Carlos Vinicius in der 88. Minute sorgte für das 2:2.
Das Ergebnis hatte Gewicht, weil Gremio einen Sieg brauchte, um den ersten Platz zu übernehmen. Für Montevideo City Torque reichte das Unentschieden trotzdem, um direkt weiterzukommen und sich erstmals auf dieser Bühne zu behaupten. Der Klub steht damit in einem Wettbewerb unter den letzten 16, der im südamerikanischen Fußball oft als Grenze zwischen guter Teilnahme und echter Relevanz gilt.
Rodríguez steht dabei sinnbildlich für den Umschwung. Nach einer schwachen Saison 2025 bei Colo Colo kehrte er nach Uruguay zurück und hat sich bei Montevideo City Torque in starker Form gezeigt: 21 Spiele, 10 Tore, 2 Vorlagen und 1.635 Minuten sprechen für einen klaren Aufschwung. Zugleich bleibt seine Zukunft offen, denn er gehört weiterhin Colo Colo und hat dort noch ein Jahr Vertrag. Im Jahr 2027 soll er zurückkehren, um seine Lage dort zu klären.
Für Montevideo City Torque ist das Remis in Brasilien mehr als ein Ergebnis auf dem Spielbericht. Es ist der Punkt, an dem ein Klub, der international bislang kaum Spuren hinterlassen hatte, zum ersten Mal in seiner Geschichte in eine K.-o.-Runde aufrückt. Und für Rodríguez ist es ein Abend, der zeigt, wie schnell sich eine Karriere drehen kann, wenn der Abschluss wieder sitzt und der Moment den Spieler findet.

