Universitario de Deportes hat in den letzten Stunden wegen Rodrigo Ureña nachgehakt. Nach Angaben von Gustavo Peralta nahm jemand aus dem Klub Kontakt zu dem chilenischen Mittelfeldspieler auf, um zu klären, ob er sich eine Rückkehr vorstellen könnte.
Der Vorstoß kommt nicht aus dem Nichts. Universitario hat die vergangenen fünf kurzen Turniere der Liga 1 gewonnen und ist aktueller dreifacher Landesmeister, doch in der Torneo Apertura 2026 spielte der Klub keine Rolle im Titelkampf. Alianza Lima gewann die Apertura, während Universitario weit davon entfernt war, um die Meisterschaft mitzuspielen. Deshalb prüft der Verein nun, wie er seinen Kader für die zweite Saisonhälfte verstärken kann.
Peralta sagte, Ureña wäre grundsätzlich offen für ein Gespräch mit Universitario, weil er den Klub schätze und liebe. Zugleich stellte er klar, dass der Chilene bei Millonarios unter Vertrag steht und eine Ausstiegsklausel hat. Nach seinen Angaben blieb es bei diesem Austausch; weiter ging es nicht, eine echte Verhandlung gab es nicht.
Für Universitario ist das ein heikler Schritt, aber auch ein verständlicher. Der Klub arbeitet inzwischen unter dem Argentinier Héctor Cúper und sucht offenbar Spieler mit Hierarchie und mit Kenntnis der eigenen Strukturen. Ureña passt genau in dieses Profil. Er war für die letzten Titel des Vereins von zentraler Bedeutung und gehört zu jenen Profis, deren Rückkehr sofort als sportliches Signal gelesen würde.
Gleichzeitig zeigt die Episode auch die Grenzen der aktuellen Planung. Der Kontakt wurde zwar hergestellt, doch die vertragliche Lage bremst jeden Versuch aus. Millonarios hält die Karten in der Hand, und ohne Bewegung dort bleibt Universitario vorerst bei einem Wunsch, der zwar ernst gemeint ist, aber noch kein Transfer ist. Für einen Klub, der nach einer schwachen Apertura reagieren muss, ist das mehr als ein Detail. Es ist der erste Test, ob der Umbau für die zweite Hälfte der Saison mit Namen beginnt, die den Fans sofort etwas bedeuten.

