Coquimbo Unido besuchte am Dienstag Nacional de Montevideo im Gran Parque Central und begann das Spiel um 20:30 Uhr, 00:30 GMT. Die Chilenen reisten bereits als fest qualifizierter Achtelfinalist an, doch für die Tabelle von Group B ging es noch um Platz eins.
Coquimbo Unido stand mit 10 Punkten an der Spitze der Gruppe. Tolima lag mit sieben Punkten als einziges Team noch in Reichweite, um die Chilenen zu verdrängen. Dafür hätte Tolima nicht nur sein Spiel gegen Universitario de Lima gewinnen müssen, sondern auch den Rückstand in der Tordifferenz aufholen. Bleibt das aus, bleibt Coquimbo Unido auf Platz eins.
Für Nacional war die Ausgangslage deutlich härter. Der Klub aus Montevideo lag mit fünf Punkten am Ende von Group B und brauchte einen Sieg, um zumindest die Chance auf die Play-offs zur Copa Sudamericana am Leben zu halten. Das machte die Partie für die Gastgeber zu mehr als einem normalen Gruppenspiel. Es war eine letzte Gelegenheit, den eigenen Weg in den Wettbewerb noch offen zu halten.
Geleitet wurde die Begegnung vom argentinischen Schiedsrichter Maximiliano Ramírez. Für Coquimbo Unido war die Reise nach Uruguay dennoch kein Ausflug ins Ungewisse, denn die Mannschaft hatte sich bereits in der vergangenen Woche nach den Ergebnissen des fünften Spieltags für die Runde der letzten 16 qualifiziert. Die Frage war nicht mehr, ob das Team weiterkommt, sondern nur noch, mit welcher Position es in die K.-o.-Phase geht.
Die vermutlich gestartete Elf von Coquimbo Unido mit Diego Sánchez, Francisco Salinas, Benjamín Gazzolo, Manuel Fernández, Juan Cornejo, Alejandro Camargo, Sebastián Galani, Benjamín Chandía, Cristián Zavala, Alejandro Azócar und Nicolás Johansen zeigte, wie geschlossen der Kader in diese Gruppenphase gegangen ist. Nacional setzte voraussichtlich auf Luis Mejía, Tomás Viera, Agustín Rogel, Nicolás Rodríguez, Emiliano Ancheta, Alexander Dos Santos, Juan García, Nicolás Lodeiro, Tomás Verón, Rodrigo Martínez und Maximiliano Gómez.
Genau darin lag der Reiz dieses Abends in Montevideo: Coquimbo Unido spielte um die Kontrolle über seine Gruppe, Nacional um das nackte Überleben im internationalen Wettbewerb. Ein Team war schon durch, das andere musste fast zwingend gewinnen. Das macht den Unterschied zwischen einem ruhigen Gruppenfinale und einer Partie, in der jeder Ballverlust Folgen haben konnte.
