Stan Wawrinka ist bei Roland Garros im Alter von 41 Jahren ausgeschieden. Der Sieger von 2015 verlor am zweiten Tag des Turniers, das für ihn bereits der 21. Auftritt in Paris war, und verließ damit einen Wettbewerb, den er einst gegen die gesamte Generation seiner Zeit geprägt hatte.
Für Wawrinka, der auch den Australian Open 2014 und die US Open 2016 gewonnen hat, ist das Ende in Paris ein harter Einschnitt. Novak Djokovic blieb dagegen im Feld und jagt weiter seinen vierten Titel, während Jannik Sinner als Hauptfavorit gilt, Carlos Alcaraz in der Titeljagd zu ersetzen, und für Dienstag nicht vor 20.15 Uhr gegen Clement Tabur angesetzt war.
Die zweite Runde kam unter Bedingungen, die den Spielern wenig schenkten. In Paris lagen die Temperaturen über 30 Grad Celsius, und Casper Ruud musste sich nach einem beinahe bedrohlichen Hitzeschlag über fünf Sätze retten, um im Turnier zu bleiben. Die Hitze zog sich durch einen Spieltag, an dem die körperliche Belastung fast genauso im Mittelpunkt stand wie die Resultate.
Auch auf spanischer Seite gab es deutliche Botschaften. Rafa Jódar gewann klar in drei Sätzen, Pablo Carreño setzte sich gegen Jiri Lehecka, die Nummer 12 der Welt, durch, und Dani Mérida verlor bei seinem Debüt gegen Ben Shelton. Roberto Bautista schied in seinem letzten Roland Garros aus, während Jaume Munar trotz einer Armverletzung Hubert Hurkacz unterlag. Kaitlin Quevedo holte nach dem Durchlaufen der Qualifikation ihren ersten Grand-Slam-Sieg, einen Tag nachdem Marina Bassols ebenfalls ihren ersten Erfolg auf dieser Bühne gefeiert hatte.
Wawrinkas frühes Aus schließt einen der beiden Champions aus, die das Turnier begonnen hatten, und lässt Djokovic als den bekanntesten verbliebenen Titelträger zurück. Mit Sinner im Wartestand und mehreren Überraschungen im Feld wird sich in den nächsten Tagen zeigen, ob Paris die neue Hierarchie im Herrentennis weiter verschiebt oder die alten Namen noch einmal zurückschlagen.

