ASKÖ Oedt hat seinen Rückzug aus der neuen dritten Liga bekanntgegeben und wird in der kommenden Saison wieder in der 5. Liga antreten. Für die Regionalliga Nord, die als neue dritte Spielklasse mit acht Mannschaften aus Salzburg und acht aus Oberösterreich starten soll, ist das der nächste Rückschlag.
Bereits zuvor hatten SV Bürmoos und der UFC Siezenheim ihre Teilnahme abgesagt. Auch der Sportclub aus Bischofshofen erhielt keine Zulassung für die neue dritte Liga. Damit wird es immer unwahrscheinlicher, dass die geplante 16er-Liga tatsächlich zustande kommt, obwohl sie in der nächsten Saison Premiere feiern soll.
Roland Mayrhofer erfuhr von Oedts Entscheidung erst auf Nachfrage. „Ich habe es selbst gerade erfahren“, sagte er. Der Funktionär machte zugleich deutlich, wo aus seiner Sicht das Problem liegt: „Da müssen sich die zwei Landesverbände abreden.“ Auf die Entwicklung reagierte er sichtlich überrascht: „Ich bin gerade selber überrascht, da die Stimmen bisher anders lauteten.“
Die Regionalliga Nord ist als Zusammenführung von Klubs aus Salzburg und Oberösterreich gedacht, doch die Serie von Absagen und administrativen Hürden bringt das Projekt immer stärker ins Wanken. Mit Oedt fällt nun ein weiterer Name weg, und der ohnehin ambitionierte Plan für eine 16 Mannschaften starke Liga rückt noch weiter von einer verlässlichen Umsetzung ab.
Für den Moment bleibt vor allem festzuhalten, dass aus der geplanten Aufwertung des Bewerbs ein organisatorisches Puzzle geworden ist. Wenn die beiden Landesverbände keine rasche Einigung finden, droht der neuen dritten Liga der Start ohne jene Breite, mit der sie ursprünglich gedacht war.
