Deutschland hat sein letztes Spiel in der WM-Vorrunde gegen Großbritannien in Zürich mit 6:3 gewonnen und muss nun auf Schützenhilfe hoffen. Erst wenn Lettland am Dienstag um 12.20 Uhr gegen Ungarn patzt, bleibt der Weg ins Viertelfinale in Fribourg offen.
Vor rund 4.000 Zuschauern brachte Alexander Karachun die Mannschaft in der 14. Minute in Führung, Frederik Tiffels und Fabio Wagner erhöhten in der 20. Minute auf 3:0, Andreas Eder legte in der 23. Minute nach. Joshua Samanski traf in der 41. Minute, Leon Gawanke stellte in der 50. Minute auf 6:3. Für Großbritannien verkürzte Robert Dowd in seinem letzten Länderspiel in der 25. Minute, danach trafen Ollie Betteridge in der 51. und Robert Lachowicz in der 55. Minute.
Moritz Seider sprach danach von einer „sehr komischen Situation“ und sagte, man habe seine Punkte geholt und müsse nun „abwarten und hoffen“. Er kritisierte zugleich die vielen individuellen Fehler der deutschen Mannschaft und beschrieb die Stimmung als „ein bisschen leer“. Seider sagte, das Team werde dem eigenen Standard nicht gerecht und sei mit zu vielen Geschenken an die Gegner nicht auf internationalem Niveau konkurrenzfähig.
Der Sieg änderte daran wenig. Deutschland hat die Vorrunde bereits abgeschlossen und ist nun darauf angewiesen, dass Ungarn Lettland schlägt. Nur dann darf das Team weiter vom Viertelfinale in Fribourg träumen; verliert Lettland nicht, ist das Turnier für die Auswahl von Harold Kreis beendet.
Auch Gawanke stellte die nackte Rechnung über alles andere. „Am Ende ist einfach wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben“, sagte er und ergänzte, es wären vielleicht sogar noch mehr Tore möglich gewesen. Für den Dienstag ist der Blick deshalb klar: Die deutsche Mannschaft wird fernsehen und auf die Ungarn hoffen. Für ein Team, das sich im Turnier immer wieder über eigene Fehler geärgert hat, bleibt das letzte Wort nicht auf dem Eis, sondern in einem anderen Spiel.

