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Herbert Prohaska: Auftaktspiel entscheidet für Außenseiter bei der WM

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sagt, für Außenseiter sei das erste Spiel bei einer Weltmeisterschaft entscheidend. Für Österreichs Rekordmann in Sachen WM-Erfahrung ist der Auftakt gegen Jordanien deshalb mehr als nur ein erster Schritt: Ein Sieg würde sofort Druck aus dem Turnier nehmen.

Der 70-Jährige arbeitete bei der laufenden WM-Endrunde als ORF-Experte und machte deutlich, warum er dem Startspiel so viel Gewicht gibt. „Mit einem Erfolg im ersten Spiel gegen Jordanien hast du weniger Druck und kannst gegen Argentinien befreit aufspielen. Wenn du gegen Jordanien nicht gewinnst, beginnt schon der Druck, und das will keiner“, sagte Prohaska. Österreich trifft in der Gruppe außerdem auf Argentinien und Algerien, zwei Gegner, die er ebenfalls nicht kleinreden will. „Es wird gegen alle drei Gegner schwierig. Wer bei der WM dabei ist, ist sicher stark“, sagte er. Einen besonderen Warnhinweis setzte er bei Argentinien: „Die kann man am Anfang einer WM vielleicht erwischen, das hat man 2022 auch gesehen.“

Prohaska spricht nicht aus der Distanz. Er spielte 1978 und 1982 selbst bei Weltmeisterschaften, beide Male startete Österreich mit einem Sieg und zog in die nächste Runde ein. 1990 war er als Attaché von Teamchef dabei, damals schied Österreich nach einer Niederlage in der Gruppenphase aus. 1998 übernahm er als Teamchef der Österreicher, doch auch dieses Turnier endete nach einem Remis in der Vorrunde. Genau diese Bilanz prägt seine Einschätzung bis heute: Für ein Team wie Österreich kann der erste Auftritt die Richtung des gesamten Turniers vorgeben.

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Gleichzeitig sieht Prohaska die Mannschaft diesmal besser gerüstet als frühere Generationen. „Wir haben fast nur noch Legionäre. Deswegen sind wir gut, weil sie Woche für Woche schwere Spiele haben“, sagte er. Auch das Verhältnis zwischen und dem Team lobte er ausdrücklich: „Das Zusammenspiel zwischen Teamchef und Mannschaft ist wunderbar, weil Rangnick den Spielern seine Art von Fußball vermittelt hat und die Spieler sehen, dass sie damit Erfolg haben.“

Beim Blick auf mögliche Gegner nach der Gruppenphase spricht der frühere ÖFB-Star ohne Ausweichmanöver. Ein dritter Platz könnte Österreich theoretisch in eine andere K.o.-Route führen, während bei Rang zwei Spanien als wahrscheinlicher Gegner wartet. Prohaska will an diesem Punkt nicht taktieren. „Aber da sollte man nicht taktieren. Wenn man gegen Spanien spielen muss, ist es halt so. In den K.o.-Spielen ist immer einiges drin.“

Auch bei Argentinien bleibt er nüchtern. hatte seine WM-Teilnahme zum Zeitpunkt des Gesprächs noch nicht offiziell bestätigt, doch Prohaska machte klar, wie sehr ein Einsatz des Superstars das Spiel verändern würde. „Mir wäre es lieber, wenn er gegen uns nicht dabei ist. Er läuft zwar nicht zurück und macht kein Pressing, aber wenn er den Ball hat, brennt der Hut. Für mich gehört er nach wie vor zu den Weltbesten.“

Am Ende bleibt Prohaskas Blick dennoch optimistisch. Er rechnet damit, dass Österreich die Gruppenphase übersteht. Für ihn hängt daran vor allem eines: Ein guter Start gegen Jordanien würde nicht nur Tabellenpunkte bringen, sondern auch das ganze Turnier ordnen. Für eine Mannschaft, die sich über ihre erste Partie definiert, ist das oft schon die halbe Reise.

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