Lesen: Rapid Wien – Ried: Wiener müssen im Rückspiel die Wende schaffen

Rapid Wien – Ried: Wiener müssen im Rückspiel die Wende schaffen

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

empfängt am Montag um 17.00 Uhr zum Rückspiel des Europacup-Playoffs der Admiral Bundesliga und muss dabei einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Drei Tage nach der Niederlage in Ried steht für die Wiener mehr auf dem Spiel als nur ein weiterer Saisonabschluss: Der Gewinner des Duells sichert sich das letzte Europacup-Ticket der Liga und zieht in die zweite Qualifikationsrunde der Conference League ein.

Für Rapid ist die Ausgangslage düster. Die Mannschaft hat vier Spiele in Serie verloren, nur eines der vergangenen neun Partien gewonnen und in den jüngsten sechs Spielen lediglich drei Treffer erzielt. Ried dagegen reist mit drei Siegen in Folge gegen Rapid nach Wien. Dass die Oberösterreicher den Weg nach Europa finden könnten, ist deshalb keine bloße Rechenaufgabe, sondern eine reale Chance auf die erste Europacup-Teilnahme seit 14 Jahren.

Rapid-Kapitän wollte die Negativserie vor dem Rückspiel nicht als Erklärung gelten lassen. „Wir haben schon einige Niederlagen mitnehmen müssen, schon ein paar Spiele hintereinander verloren, das kann also keine Ausrede für Montag sein“, sagte er. Trainer kritisierte nach dem ersten Duell vor allem die einfachen Standards: „Wir haben zu viele Freistöße, Ecken und Einwürfe hergegeben.“

- Advertisement -

Beim ersten Aufeinandertreffen in Ried hatte Rapid genau daran zu oft nachgelassen. Thorup setzte deshalb auf eine klarere Antwort im Heimspiel, auch wenn die Personaldecke angespannt bleibt. , und Lukas Grgic sind fraglich, zugleich gibt es weiter Hoffnung, dass Cvetkovic und Bolla doch noch spielen können.

Die geplante Rapid-Startelf deutet auf einige bekannte Namen hin, darunter Niklas Hedl im Tor sowie Matthias Seidl, Niki Amane, Ahoussou, Wurmbrand, Weimann und Dahl. Auf Rieder Seite ist Andreas Leitner als möglicher Rückhalt vorgesehen, vor ihm sollen Pomer, Michael Havenaar, Felix Sollbauer, Steurer, Bajic, Maart, Nasrawe, Bajlicz, Mutandwa und Boguo beginnen. Michael Sollbauer musste im Hinspiel ausgewechselt werden, steht aber zumindest im Kader für Montag.

Ried-Coach sprach nach dem ersten Sieg im Revierduell von einem Erfolg „auf beeindruckende Weise“. Die Aussage passt zum Selbstverständnis der Gäste, die sich im Playoff gegen den Favoriten nicht verstecken wollen. Senft wird Ried im Sommer verlassen und zu Karlsruher SC in die deutsche Zweite Liga wechseln, doch vorher hat er noch die Chance, seinen Klub auf die europäische Bühne zu führen.

Die Geschichte dieses Duells hat für Rapid bereits ein jüngstes Vorbild. Im Vorjahr drehten die Wiener ein Playoff gegen nach einem 0:2-Rückstand noch mit einem 3:0-Heimsieg, wobei Ercan Kara in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer erzielte. Genau auf eine ähnliche Wendung hoffen sie nun wieder. Für Ried wäre ein Erfolg in Wien dagegen der Sprung in eine neue Saisonperspektive: Zwar liegt die Conference-League-Gruppenphase noch drei Runden entfernt, doch schon die bloße Teilnahme daran würde mehr als drei Millionen Euro bringen. Für Rapid geht es gleichzeitig darum, eine enttäuschende Saison zu retten und eine erste Abwesenheit von Europa seit sieben Jahren zu verhindern.

Senft formulierte die Lage am Freitagabend ungewöhnlich klar: „Wenn es eine Mannschaft schaffen kann, dann unsere.“ Ob seine Mannschaft diese Zuversicht am Montag auch gegen einen Gegner bestätigt, der im eigenen Stadion unter enormem Druck steht, wird den letzten Europacup-Platz der Bundesliga entscheiden.

Anzeige
Diesen Artikel teilen