Lukas Grgic könnte an diesem Tag noch einmal im Trikot von SK Rapid auflaufen. Beim Rückspiel des BL-Conference-League-Playoff-Finals gegen SV Oberbank Ried stand der 30-Jährige um 17 Uhr möglicherweise vor seinem letzten Einsatz für die Hütteldorfer, während er am Freitag in Ried wegen einer Verletzung gefehlt hatte.
Für Rapid wäre es ein Abschied mit klaren Zahlen. Grgic kam im August 2023 von Hajduk Split und brachte es in drei Jahren auf 95 Einsätze, drei Tore und fünf Assists. In der laufenden Bundesliga-Saison stand er nur sieben Mal in der Startelf. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, damit wäre er danach ablösefrei zu haben.
Ausgerechnet jetzt bringt sich mit Legia Warschau ein möglicher neuer Arbeitgeber in Stellung. Die polnische Tageszeitung Przeglad Sportowy berichtet, der Klub interessiere sich für Grgic und zwischen den Parteien liefen bereits Gespräche. Legia ist im polnischen Fußball ein Schwergewicht mit 15 Meistertiteln und 21 Cup-Titeln, wartet aber seit 2021 auf einen Titel und landete in der vergangenen Saison nur auf dem 6. Platz der Ekstraklasa.
Der Zeitpunkt passt zu einer Phase des Umbruchs in Warschau. Jürgen Elitim wird den Klub verlassen und seine Karriere bei Bursaspor in der Türkei fortsetzen, zugleich soll Legia finanziell vorsichtiger agieren. Für einen Spieler wie Grgic, geboren am 17.08.1995, macht das die Lage interessant: Er wäre für einen Verein mit Bedarf im defensiven Mittelfeld verfügbar, ohne dass eine Ablösesumme fällig würde.
Für Rapid wird die Personalie damit zu mehr als einer Randnotiz des Spiels gegen Ried. Wenn Grgic tatsächlich noch einmal für den Klub aufläuft, könnte es sein letzter Auftritt in Grün-Weiß gewesen sein.

