Lesen: Hbo bringt „La Novia!“ und neues „Downton Abbey“ an einem Freitag

Hbo bringt „La Novia!“ und neues „Downton Abbey“ an einem Freitag

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

bringt an diesem Freitag, 22. Mai, mit „La Novia!“ eine der eigenwilligsten Neuinterpretationen von Mary Shelleys „Frankenstein“ ins Streaming. Die von inszenierte Geschichte hat das Publikum und die Kritik schon im Kino gespalten.

Im Zentrum steht als La Novia, an ihrer Seite spielt den Frank. Die Handlung führt Frank ins Chicago der 1930er Jahre, wo er die Wissenschaftlerin Dr. Euphronious bittet, ihm eine Gefährtin zu erschaffen. Euphronious erweckt daraufhin eine ermordete junge Frau zum Leben, und La Novia entsteht. Zum Ensemble gehören außerdem , und Penélope Cruz.

Der Start ist für HBO ein auffälliger Doppelzug. Am selben Freitag erscheint auch die dritte und letzte „“-Produktion, „El gran final“, in der die Familie Crawley eine entscheidende Phase durchläuft, während Mary im Zentrum eines öffentlichen Skandals steht. Zugleich bedrohen neue finanzielle Schwierigkeiten die Zukunft von Downton.

- Advertisement -

Dass HBO beide Titel auf denselben Tag legt, ist mehr als ein normaler Programmpunkt. Der Sender setzt damit an einem Abend auf zwei sehr unterschiedliche Formen von Prestige-Unterhaltung: einmal ein düsteres, bewusst provokantes Monsterdrama, einmal ein Abschied von einer der bekanntesten Familien des britischen Fernsehens. Für Zuschauer heißt das vor allem Auswahl, für HBO ein konzentrierter Schub im Frühjahrsprogramm. Wer Jessie Buckley und „La Novia!“ schon bei ihrem zweiten Leben auf HBO Max verfolgen will, bekommt nun die Gelegenheit; wer die Rückkehr von „Downton Abbey“ sehen will, bekommt zugleich dessen Ende.

Die eigentliche Spannung liegt darin, dass beide Starts mit festem Gewicht in der Marke HBO landen, aber sehr unterschiedliche Reaktionen auslösen dürften. „La Novia!“ hat sich bereits im Kino als Film gezeigt, der nicht auf Einigkeit angelegt ist. Gerade das macht ihn für den Streaming-Start interessant: Er kommt nicht als sichere Massenware zurück, sondern als Werk, das diskutiert werden will. Am Freitag wird sich zeigen, ob der Film auf HBO Max ein breiteres Publikum findet als im Kino oder ob seine Polarisierung bleibt.

Für Gyllenhaal ist das wichtig, weil ihr Blick auf „Frankenstein“ nicht auf den vertrauten Mythos setzt, sondern auf eine strenge, riskante Neuformung. Die Besetzung mit Buckley, Bale, Sarsgaard, Jake Gyllenhaal und Cruz gibt dem Projekt zusätzliches Gewicht. Aber die eigentliche Frage ist nicht, wer mitspielt. Sie ist, ob das Streaming-Publikum für einen Film bereit ist, der so offen auf Reibung setzt, während parallel ein traditionelleres Finale wie „Downton Abbey“ um Aufmerksamkeit konkurriert. An diesem Freitag beantwortet HBO die Frage sehr klar: Beide Wege sollen laufen, und beide sollen tragen.

Anzeige
Diesen Artikel teilen