Die Regionalregierung hat eine jährliche Investition von fast 5.000 millones Pesos für 55 neue Elektrobusse in La Serena und Coquimbo angekündigt. Das Vorhaben soll nach Angaben der Behörden rund 600.000 Einwohner erreichen und innerhalb von ungefähr einem Jahr in Betrieb gehen.
Geplant sind drei neue Dienste mit klaren Verbindungen durch die Stadt. Servicio E04 soll Las Compañías mit dem Centro de La Serena verbinden, über das Barrio Universitario führen und am Hospital de La Serena enden. Servicio E05 wird Huachalalume und Tierras Blancas mit La Pampa, dem Centro, dem Barrio Universitario und dem Sektor El Faro verknüpfen. Servicio E06 soll die Fahrt von El Faro und Puertas del Mar in Richtung Centro, La Florida, Colina del Pino und Hospital erleichtern.
Regionalpräsident Cristóbal Juliá sagte dazu: „Son buses de última generación, cómodos y silenciosos, algo que es muy valorado por la ciudadanía“. Die Ankündigung zielt auf ein altes Defizit in der Verbindung zwischen Wohngebieten und zentralen Punkten der Conurbation, vor allem in Sektoren wie Las Compañías, Tierras Blancas und dem Bereich um das Krankenhaus. Dort gibt es nach Einschätzung der Transportbehörden bislang sogenannte zonas ciegas, in denen der öffentliche Verkehr knapp ist oder ganz fehlt.
Der Schritt ist als erste Phase eines deutlich größeren Mobilitätsbedarfs angelegt. Nach Angaben der Seremi de Transportes braucht die Conurbation insgesamt etwa 600 Busse, um die Versorgung vollständig abzudecken. Das neue Paket schließt also nur einen Teil der Lücke, setzt aber dort an, wo der Bedarf am größten ist und wo das bestehende Netz besonders schwach ist.
Bevor die E-Busse auf die Straße kommen, muss der Plan noch mehrere administrative und technische Schritte durchlaufen. Vorgesehen sind die Übertragung der Mittel an das Verkehrsministerium, Marktstudien, technische Studien zum Betrieb und schließlich eine öffentliche Ausschreibung für die Betreiberfirmen. Erst danach kann die Flotte tatsächlich rollen. Parallel dazu prüfen die Behörden auch eine künftige Tram-Anbindung, um das Netz weiter zu integrieren. Für la serena bedeutet das nicht nur mehr Fahrzeuge, sondern einen Versuch, seit Jahren bekannte Brüche im Alltag der Fahrgäste zu schließen.

