FCSB und Botoșani lieferten sich am Abend in Ghencea ein Halbfinale im Baraj um einen Platz in der UEFA Conference League, das sofort Feuer hatte. Die Partie begann um 20:00 Uhr und wurde live auf Digi Sport 1 übertragen. Sebastian Mailat brachte Botoșani in der 14. Minute in Führung, bevor Joao Paulo nur sechs Minuten später für FCSB ausglich.
Mailat bekam den Ball von Zoran Mitrov, kontrollierte ihn sauber, zog Richtung Tor und schloss mit einem Schuss in die Ecke gegen Ștefan Târnovanu ab. Direkt nach dem Treffer zeigte er den FCSB-Fans, sie sollten schlafen gehen, und die Antwort von den Rängen waren Pfiffe. Der Ausgleich kam schnell und hielt FCSB im Spiel, doch der Abend blieb bis dahin vor allem von der Wucht eines Spiels geprägt, in dem jeder Fehler sofort bestraft wurde.
Für beide Klubs war das Duell das vierte Aufeinandertreffen in dieser Saison, und die Bilanz sprach vor dem Anpfiff eher für Botoșani. Das Team hatte FCSB bereits am 3. April im Play-out in Botoșani mit 3:2 besiegt, in der regulären Saison zu Hause mit 3:1 gewonnen und nur im Rückspiel in der Arena Națională mit 1:2 verloren. FCSB beendete das SuperLiga-Play-out mit 37 Punkten auf Rang zwei, Botoșani kam mit 33 Punkten auf Platz vier an. Der Sieger dieser Partie sollte im Finale des Baraj auf Dinamo treffen.
Gerade dieser Hintergrund machte die Begegnung schwerer als ein gewöhnliches K.-o.-Spiel. Botoșani hatte zwei der drei früheren Saisonduelle gewonnen und trat deshalb nicht als Außenseiter ohne Argumente auf. FCSB wiederum brauchte nach der schwachen Serie gegen denselben Gegner eine Antwort, und das frühe Gegentor zeigte, wie schnell sich die Vorgeschichte in Ghencea wieder in Druck verwandeln konnte. Der Abend war damit nicht nur ein Kampf um das nächste Spiel, sondern auch ein Test dafür, welche Seite die Nerven behält, wenn die Saison in die entscheidende Phase geht.
