Marie Wegener hat nach ihrem frühen Durchbruch bei „Deutschland sucht den Superstar“ einen harten Abschnitt ihrer Karriere offengelegt: Die Sängerin sagte, sie sei mit 20 Jahren kurz vor der Insolvenz gestanden. Heute will die 23-Jährige nicht mehr nur von Auftritten und kurzfristigen Chancen leben, sondern richtet sich beruflich breiter aus.
Wegener wurde 2018 als Teenager mit ihrem Sieg bei „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt, nachdem sie schon mit „Königlich“ Aufmerksamkeit bekommen hatte. Jetzt sagte sie, sie habe damals viel Geld in ihre Laufbahn gesteckt, auch in ein Musikvideo, und Menschen vertraut, die ihr nicht gutgetan hätten. „Ich war kurz vor der Insolvenz und das mit Anfang 20“, sagte sie. Rückblickend sei sie „schon fast in einer Depression“ gewesen.
Die Folge dieses Drucks war für Wegener nicht nur finanziell spürbar, sondern auch persönlich. Sie sagte, ihre Familie habe sie in dieser schwierigen Phase getragen. Das ist auch der Zusammenhang, in dem ihre heutigen Entscheidungen stehen: Sie trägt ihre Haare inzwischen dunkler als in der DSDS-Zeit, legt mehr Wert auf Fitness und bildet sich weiter. Parallel dazu studiert sie Musikmanagement, ein Schritt, der zeigt, wie ernst sie den Neustart nimmt.
Ihr jüngster beruflicher Schritt ist die Veröffentlichung von „Weißt Du?“ gemeinsam mit Vincent Lee. Der Song kommt in einer Phase, in der Wegener ihre Vergangenheit nicht ausblendet, sondern als Warnung beschreibt: Erfolg im Fernsehen war für sie kein Schutz vor falschen Entscheidungen. Gerade das macht ihre Aussagen heute bemerkenswert, weil sie nicht auf eine glatte Comeback-Erzählung hinauslaufen, sondern auf einen sichtbaren Kurswechsel.
Für Wegener ist damit klar, wohin die Reise gehen soll: weg von der Abhängigkeit von einzelnen Projekten, hin zu mehr Kontrolle über die eigene Karriere. Nach dem schnellen Ruhm und dem finanziellen Absturz ist ihr wichtigster Schritt derzeit nicht der nächste große Hit, sondern Stabilität.

