Der Start in den Pfingsturlaub hat für viele Reisende am Samstag mit langen Wartezeiten begonnen. Seit den frühen Morgenstunden rollte die Urlaubswelle von Bayern über Österreich in den Süden, und vor dem Grenzübergang Walserberg im Flachgau bildeten sich besonders lange Staus.
Schon in der Früh sorgten defekte Fahrzeuge und kleinere Unfälle auf der deutschen A8 für erhebliche Behinderungen zwischen Siegsdorf in Bayern und dem Walserberg. Der Zeitverlust auf dieser Strecke betrug über eine Stunde, und am späten Vormittag staute es sich weiter am stärksten an der deutschen Grenze. Kurz vor Mittag dürfte die Stauspitze erreicht gewesen sein.
Auf der A1 West Autobahn reichte der Rückstau bis zum Knoten Salzburg, auf der A10 Tauern Autobahn kamen Autofahrer bis zur Mautstelle St. Michael mit etwa 20 Minuten zusätzlicher Fahrtzeit voran. Im Tennengau floss der Verkehr rund um die Abfahrten Hallein und Kuchl noch zähflüssig. ÖAMTC-Stauberater Florian Thaler sagte in den Vormittagsstunden von der A10: „Aus Deutschland kommt allerdings noch ordentlich was nach“.
Die Lage auf den österreichischen Straßen blieb damit angespannt, ohne dass sich das Bild zu einem völligen Stillstand verdichtete. In Tirol betrug die Wartezeit vor dem Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden bei der Einreise nach Österreich über eine Stunde. Auf der A12 und der A13 verzeichnete der ÖAMTC ab Völs bis zur Luegbrücke auf knapp 30 Kilometern Stop-and-Go-Verkehr, zwischen Wattens und Volders entstand auf der A12 ein weiterer Stau. Vor dem Karawankentunnel auf der A11 lag der Zeitverlust gegen Mittag bei rund 45 Minuten, vor dem Grenzübergang Spielfeld auf der A9 bei rund 30 Minuten.
In Salzburg galten am Samstag Abfahrtssperren für Durchreisende zwischen Puch Urstein im Tennengau und Zederhaus im Lungau, zudem neuere Durchfahrtssperren durch die Stadt Salzburg bei Elsbethen, Anif und Grödig. Wer Richtung Süden unterwegs war, musste auf der Autobahn bleiben. Die Sperren entlang der A10 wurden vorsorglich aktiviert, um Ausweichverkehr durch Gemeinden südlich der Stadt Salzburg zu verhindern.
Genau ein Jahr nach dem historischen fast 50 Kilometer langen Stau auf der Tauernautobahn blieb am Samstag ein Verkehrschaos in Salzburg aus. Dass die Transitroute diesmal trotz langer Kolonnen nicht kollabierte, lag auch daran, dass die Sperren früh griffen und die schlimmsten Belastungen kurz vor Mittag bereits erreicht waren. Für die Reisenden blieb es trotzdem ein zäher Beginn des Feiertagsverkehrs auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen im Land.

