Der Blusen- und Hemdenhersteller Eterna schließt alle seine Läden. Betroffen sind sechs NRW-Filialen in Bochum, Bonn, Köln, Köln, Mülheim und Recklinghausen sowie zwei Outlets in Bad Münstereifel und Ochtrup, die nach Angaben des Unternehmens noch bis zum Sommer 2026 weiterlaufen sollen.
Die Geschäfte räumen derzeit mit Rabatten von bis zu 50 Prozent aus, das Onlinegeschäft ist bereits nicht mehr erreichbar. Für die Beschäftigten in der Produktion und in den Läden endet damit eine Marke, die seit 1863 existiert und deren Name für viele Kunden eng mit klassischen Hemden und Blusen verbunden war.
Eterna mit Sitz in Passau war bereits im März 2026 insolvent. Nach der Mitteilung der Geschäftsführung musste der Schritt zur Schließung nun auch die stationären Standorte erfassen; rund 400 Mitarbeiter am Hauptsitz in Passau hatten da schon ihren Job verloren. Das Unternehmen war schon 2021 mitten in der Corona-Krise in die Insolvenz gegangen.
Eine kleine Hoffnung für die Marke bleibt dennoch: Der baden-württembergische Hemdenhersteller Olymp hat sich die Markenrechte an Eterna gesichert. Marc Fritz sagte dazu, welche Rolle Eterna perspektivisch einnehmen werde und wie eine erfolgreiche Fortführung aussehen könne, sei Teil einer umfassenden strategischen Prüfung, die derzeit parallel laufe. Olymp will Eterna nach eigenen Angaben neu im Markt positionieren.
Für die Mitarbeiter und die verbliebenen Kunden ist das keine schnelle Lösung. Zwar könnte der Name Eterna unter dem Dach von Olymp weiterleben, doch das bisherige Vertriebsnetz wird abgewickelt, der Webshop ist dicht und die Läden im Westen sollen bis zum Sommer 2026 vom Netz gehen. Die Geschäftsführung sagte, dieser Schritt falle ihr nicht leicht; seit 1863 stehe Eterna für hochwertige Hemden und Blusen, deutsche Handwerkskunst und zeitlose Mode – und vor allem für die Menschen, die die Marke über Generationen getragen, aufgebaut und gelebt hätten.

