Celtic und Dunfermline trafen am 23. Mai 2026 im Scottish-Cup-Finale im Hampden Park aufeinander, Anstoß war um 15 Uhr BST. Es ist ein Spiel mit unterschiedlichem Gewicht für beide Vereine: Celtic kann mit einem Sieg das nationale Double sichern, während Dunfermline versucht, eine seltene Endspielchance zu nutzen.
Das Finale wird von Steven McLean geleitet, Frank Connor und Scott Anderson assistieren an den Linien. Celtic tritt in grün-weißen Hoops an, Dunfermline in roten Trikots, Hosen und Stutzen. Für Celtic ist es die Chance auf den 43. Pokalsieg in der Vereinsgeschichte, nachdem der Klub den Wettbewerb bereits 42-mal gewonnen hat, während Dunfermline den Pokal nur zweimal holte, 1961 und 1968.
Der unmittelbare Hintergrund macht den Druck auf beiden Seiten greifbar. Celtic verlor das Finale im vergangenen Jahr gegen Aberdeen, gewann den Scottish Cup aber zuletzt 2024 unter Brendan Rodgers, als Adam Idah mit einem späten Treffer das Endspiel gegen Rangers entschied. Dunfermline wiederum stand zuletzt vor 19 Jahren in einem Pokalfinale und verlor damals 1:0 gegen Celtic. Für die Mannschaft von Interimstrainer Martin O’Neill ist das deshalb auch ein Tag, an dem ein Rückschlag wie im Vorjahr ausgemerzt werden soll.
Auf der Gegenseite kommt Dunfermline mit Neil Lennon als Cheftrainer in ein Spiel, das der Verein von außen klar als Außenseiter bestreitet. Lennon betonte vor dem Anpfiff, es sei nicht nur ein Ausflug, und verwies auf die vielen Kommentare in dieser Woche über O’Neill und Callum McGregor sowie die Vorstellung, Celtic hätte mit ihm früher in der Saison vielleicht sogar ein Triple gewonnen. Zugleich stellte er klar: „I wouldn’t dismiss us.“
Der frühere Celtic-Coach formulierte den Anspruch der Fife-Mannschaft offen. „We’re the underdogs, but underdogs bite“, sagte Lennon und fügte hinzu, dass sein Team nicht „brimming full of confidence“, aber mit einem inneren Glauben anreisen werde, etwas erreichen zu können. Er machte zugleich keinen Hehl daraus, wie groß die Aufgabe ist: „We’re under no illusions as to how difficult that’s going to be.“
Auch die Zahlen erzählen, wie weit die beiden Klubs voneinander entfernt sind. In der Quellenlage wird für Kieran Tierney ein Celtic-Gehalt von 2,6 Millionen Pfund genannt, und Dunfermline liegt mit seinem jährlichen Lohnbudget deutlich unter der Hälfte dieses Betrags. Trotzdem ist das Spiel im Hampden Park kein Selbstläufer für Celtic, das den Druck kennt, Favorit zu sein und am Ende liefern zu müssen.
Für Dunfermline ist das Finale zugleich eine Rückkehr an einen Ort, an dem die Erinnerung an die beiden Pokalsiege von 1961 und 1968 lange zurückliegt. Für Celtic geht es darum, den Status im schottischen Fußball zu bestätigen und eine Saison mit einem weiteren Titel zu krönen. Das Ergebnis wird nicht nur über einen Pokal entscheiden, sondern darüber, ob sich der Favorit gegen einen Gegner durchsetzt, der sich ausdrücklich nicht bereits geschlagen geben will.

