Lesen: Hull City - Middlesbrough: Boro-Fans fiebern vor Wembley auf sonnigem Teesside

Hull City - Middlesbrough: Boro-Fans fiebern vor Wembley auf sonnigem Teesside

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Auf sonnigem Teesside verfolgten Middlesbrough-Anhänger ohne Wembley-Ticket das Geschehen vor dem -Play-off-Finale bei Hull City - Middlesbrough in einer voll besetzten Kneipe im Stadtzentrum von Middlesbrough. Im The Dickens war die Stimmung angespannt, hoffnungsvoll und laut, lange bevor der Anpfiff im Wembley-Stadion überhaupt nahte.

sagte, ihr sei „ein bisschen übel“ und sie sei nervös, aber sie habe das Gefühl, Boro würden es schaffen. Sie sprach von einer Vorahnung und davon, dass der Verein die Gelegenheit verdiene, in die aufzusteigen. Für sie war der Ärger um „Spygate“ Teil des Hintergrunds vor dem Finale, nicht der Kern des Tages: Boro, sagte sie, hätten die Chance bekommen müssen, „es zu versuchen“.

sah das Spiel mit gemischten Gefühlen. Er hätte es lieber auf normalem Weg geschafft, sagte er, fügte aber hinzu, dass Schummler nicht durchkommen dürften. Sein Tipp war vorsichtig: 0:0, dann Verlängerung und sogar Elfmeterschießen. Er erwartete ein enges, torarmes Spiel und sagte, wenn Boro zur Pause nicht vorne lägen, glaube er nicht, dass es noch kippe.

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Rund um die Kneipe mischte sich Zweckoptimismus mit langem Erinnern. sagte, er begleite Boro seit 54 Jahren durch Höhen und Tiefen. Er habe seine Karte einem Freund gegeben, der keine Punkte gehabt habe und gerade seinen Vater verloren habe. White wollte trotzdem in Middlesbrough sein, wenn Boro gewännen, und nicht irgendwo anders. Auch er tippte auf 0:0 und Elfmeter. Ein Aufstieg würde, sagte er, drei Teams aus dem Nordosten in der Premier League bedeuten, was großartig wäre. Es wäre zudem zehn oder elf Jahre her, dass Middlesbrough zuletzt in der höchsten Liga gespielt habe, und es wäre schön, die großen Mannschaften wieder im Riverside zu sehen.

blickte weniger vorsichtig auf das Endspiel. Er hoffte auf ein 4:0 für Boro und sagte, der Sprung in die Premier League würde der ganzen Gegend einen Schub geben. Für ihn stand auch für die Stimmung im Klub. Er nannte ihn einen der ihren und sagte, er habe Unglaubliches für den Verein geleistet. Harland betonte, dass man überall im Land über spreche, sobald man sage, man komme aus Boro, und dass niemand ein schlechtes Wort über den Klubpräsidenten verliere.

Die Szene in Middlesbrough zeigte, wie viel auf diesem Spiel lastete. Es ging nicht nur um einen Platz in der Premier League, sondern auch um ein Gefühl von Rechtfertigung nach einer Saison, die von der Spygate-Debatte begleitet worden war. Genau deshalb standen die Fans am Finaltag dicht gedrängt in The Dickens: nicht als Zuschauer eines Fernsehbilds, sondern als Menschen, die seit Jahren auf einen solchen Nachmittag warteten. Seit Middlesbrough vor 10/11 Jahren zuletzt erstklassig waren, ist der Weg zurück lang gewesen. Jetzt hing alles an einem Spiel, und im Stadtzentrum klang es eher nach Glauben als nach Gewissheit.

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