La Roja hat am Freitag ihr Aufgebot für die Juni-Testspiele der FIFA offiziell bekannt gegeben, und darin steht ein Name, der sofort auffällt: Nils Reichmuth. Der 24 Jahre alte schweizerisch-chilenische Mittelfeldspieler von FC Thun gehört zu den 26 Spielern, die Nationaltrainer Nicolás Córdova für die Partien gegen Portugal und den Kongo nominiert hat.
Chile trifft am 6. Juni auf Portugal und am 9. Juni auf den Kongo. Neben Reichmuth kehren mit Brayan Cortés und Iván Morales zwei weitere Spieler in den Kader zurück, beide von Argentinos Juniors. Ebenfalls berücksichtigt wurden Lawrence Vigouroux, Iván Román, Guillermo Maripán, Gabriel Suazo, Vicente Pizarro, Darío Osorio, Lucas Cepeda und Gonzalo Tapia.
Die Berufung von Reichmuth gehört damit zu den auffälligsten Punkten des Aufgebots für die Länderspiele im Juni. Der Mittelfeldmann, der bei FC Thun in der Schweizer Super League spielt, bekommt die Chance, sich in einem Fenster mit zwei internationalen Gegnern zu zeigen, das Córdova offenbar nutzt, um den Kader breiter aufzustellen.
Zu den Abwesenden zählen Marcelino Núñez, Ben Brereton und Erick Pulgar. Núñez und Brereton fehlen wegen körperlicher Probleme, während Pulgar ebenfalls nicht im Kader steht. Gerade diese Ausfälle schärfen den Blick auf die Auswahl des Trainers: Córdova setzt auf frische Optionen und auf Spieler, die in diesem Lehrgang den nächsten Schritt machen können.
Für Chile ist das Juni-Programm mehr als ein normaler Testblock. Gegen Portugal und den Kongo bekommt das Team zwei klare Prüfsteine, und Reichmuth ist nun Teil dieses Plans. Ob sich der Anruf für ihn als kurzfristige Überraschung oder als Beginn einer längeren Rolle im Nationalteam erweist, wird sich in den nächsten beiden Spielen zeigen.

