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Buchsbaumzünsler verliert an Macht: Vögel und Wespen helfen dem Buchs

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Der Buchsbaumzünsler verliert in einigen Gegenden an Boden. Haussperlinge, Kohlmeisen und Wespen haben die proteinreichen Raupen als Nahrungsquelle entdeckt, und seitdem nimmt der Befall an Buchsbäumen deutlich ab.

„Seitdem sich die heimische Tierwelt auf den Buchsbaumzünsler spezialisiert hat, nimmt der Befall an Buchsbäumen deutlich ab“, sagte . ergänzte: „So haben etwa Haussperlinge, Kohlmeisen und Wespen die proteinreichen Raupen als Nahrungsquelle entdeckt.“

Das ist für Gartenbesitzer und für Anlagen mit altem Baumbestand mehr als eine Randnotiz. Der Schädling stammt ursprünglich aus China und frisst ausschließlich am Buchsbaum. Wenn er sich ungehindert ausbreitet, können Hecken und Büsche kurz und klein gefressen werden und absterben. Deshalb setzen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg gezielt auf Meisen, um die Zahl der Raupen zu verringern.

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Die Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Buchsbaum zwar weiter beliebt bleibt, weil er sich gut in Form schneiden lässt, die Nachfrage aber seit dem massenhaften Auftreten des Zünslers nachlässt. In historischen Gärten oder Parkanlagen werden Buchsbäume teilweise gegen andere Formgehölze ausgetauscht. Im Weikersheimer Schlossgarten testen die Staatlichen Schlösser und Gärten seit vielen Jahren andere Gehölzarten als Alternative zum Buchsbaum.

Ganz ersetzen lässt sich Buchs aber nicht. Die Staatlichen Schlösser und Gärten versuchen deshalb zusätzlich, die Raupen abzusammeln oder mit scharfem Wasserstrahl zu entfernen. Wo das nicht konsequent geschieht oder Insektizide ausbleiben, drohen nach wie vor schwere Schäden. Die neu entdeckten Fressfeinde aus der heimischen Tierwelt nehmen dem Buchsbaumzünsler zwar spürbar Druck, doch der Kampf um den Buchs bleibt ein dauerhafter Pflegejob.

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