Schwedens König Carl XVI. Gustaf hat am Samstag, dem 9. Mai, im Haga-Park in Stockholm am großen Pfadfindertag teilgenommen. Bei der Veranstaltung waren rund 2.000 Pfadfinder dabei, darunter auch Prinz Alexander von Schweden.
In einem vom schwedischen Palast geteilten Instagram-Video ist zu sehen, wie Alexander an einer Pfadfinderübung teilnimmt, die vom König angestoßen wird. Die Kinder in der Gruppe sind zwischen 8 und 15 Jahren alt. Am Ende läuft Alexander auf seinen Großvater zu und umarmt ihn. Carl Gustaf fragt ihn: „Ist es gut gelaufen?“, worauf Alexander mit „Ja“ antwortet.
Der Auftritt fiel in eine Phase, in der der Monarch seine Pfadfinderarbeit nach und nach neu ordnet. Carl Gustaf sagte in einem Interview mit scouterna.se, dass er im Mai 2026 nach knapp 50 Jahren seine Rolle als Ehrenvorsitzender der World Scout Foundation abgeben will. Seit 1977 ist er Ehrenvorsitzender der Stiftung. Zugleich hat er die „König Carl XVI. Gustafs 80-Jahre-Stiftung für die Pfadfinderbewegung“ gegründet, mit der Initiativen unterstützt werden sollen, die Kindern und Jugendlichen weltweit den Zugang zum Pfadfindertum ermöglichen.
Die Pfadfinderübung im Video drehte sich um Knoten, Naturwissen und Teamarbeit. Für den König ist das mehr als ein symbolischer Auftritt. „Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“, sagte Carl Gustaf. Der Satz passt zu einem Tag, an dem Familie, Ehrenamt und königliche Kontinuität sichtbar ineinandergriffen — und an dem der Monarch zugleich ankündigte, dass er eine seiner ältesten Rollen bald abgeben wird.
Wenn Carl Gustaf im Mai 2026 zurücktritt, endet eine fast 50-jährige Amtszeit an der Spitze der World Scout Foundation. Was bleibt, ist eine Stiftung, die seinen Namen trägt, und ein öffentlicher Auftritt mit seinem Enkel, der zeigte, dass die Verbindung des Königs zur Pfadfinderbewegung weit über ein offizielles Amt hinausgeht.
