Lesen: Leroy Sane und die offene WM-Frage bei der DFB-Elf

Leroy Sane und die offene WM-Frage bei der DFB-Elf

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

hat für die WM-Frage weiter unter Druck gesetzt. Der Bundestrainer machte deutlich, dass der Flügelstürmer sich mit Blick auf die Nominierung für die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko nicht auf seinem Namen ausruhen kann.

Sané hatte Bayern München im Sommer 2025 verlassen und ist seitdem für Istanbul aktiv. Nagelsmann sagte Ende August 2025, Sané spiele nun in einer Liga, die einen Tick schlechter sei als die Bundesliga oder andere europäische Top-Ligen, und müsse dort mehr auffallen. Im September 2025 ließ er ihn deshalb zunächst aus dem Kader für die ersten heraus.

Der Bundestrainer begründete das damals auch mit einer Quote, die er von Sané verlange. Er brauche eine gewisse Torbeteiligung, sagte Nagelsmann, und der Offensivspieler habe diese in den ersten drei, vier Spielen noch nicht erreicht. Im November 2025 holte er Sané nach überzeugenden Auftritten in der und der zurück in die Nationalmannschaft.

- Advertisement -

Seitdem ist die Debatte nicht kleiner geworden, sondern präziser. Nagelsmann sagte im März 2026, die Tür sei für niemanden geschlossen, der nicht dabei sei, aber für jene, die im Kader stünden, nicht dauerhaft offen. Man müsse seine Leistung bestätigen. Zugleich verwies er darauf, dass Deutschland nicht viele Spieler mit Sanés Profil habe, die von rechts häufig ins Zentrum ziehen. Wenn seine Gesundheit mitspiele, könne er für die Nationalmannschaft ein ganz wichtiger Spieler sein.

Gerade diese Mischung aus Bedarf und Vorbehalt macht die Personalie so heikel. Sané kommt inzwischen auf mehr als 70 Länderspiele und 16 Tore für Deutschland, bei Galatasaray stehen in der laufenden Saison 16 Scorerpunkte mit sieben Toren und neun Vorlagen zu Buche. Im Jahr 2026 hat er bislang vier Scorerpunkte gesammelt, darunter ein Tor und drei Assists. Nagelsmann sagte zugleich, niemand wisse bei Sané mit hundertprozentiger Sicherheit, was am Ende auf dem Platz herauskomme.

Auch aus Istanbul kommt der Druck. Galatasaray-Vizepräsident sagte öffentlich, Sané müsse Stammspieler bei der WM sein. Nach Angaben aus dem Klubumfeld spricht der Angreifer seit seiner Ankunft in Istanbul nur noch über das Turnier. Für Sané geht es damit nicht nur um Form und Fitness, sondern um eine Rolle in einem Kader, der für das Turnier in Nordamerika gebaut wird.

Die offene Frage ist deshalb nicht, ob Sané sportlich das Profil für Deutschland hat. Die Frage ist, ob er Nagelsmann bis zum 21. Mai genug Gründe liefert, ihn nach all den Vorbehalten fest einzuplanen. Für einen Spieler mit seinem Talent bleibt der Platz im Nationalteam erreichbar. Sicher ist er nicht.

Anzeige
Diesen Artikel teilen