Lesen: Derstandard: ÖVP, SPÖ und Neos einigen sich auf gestaffelte Pensionsanpassung 2027

Derstandard: ÖVP, SPÖ und Neos einigen sich auf gestaffelte Pensionsanpassung 2027

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ÖVP, SPÖ und Neos haben sich auf die Pensionsanpassung für 2027 geeinigt. Die Erhöhung wird wieder gestaffelt, Mindestpensionisten bekommen die volle Anpassung.

Damit kehrt die Regierung zu einem Modell zurück, das niedrige Einkommen schützt und höhere Bezüge stärker begrenzt. Die Ausgleichszulage liegt derzeit bei 1308 Euro im Monat und steigt 2027 um 3,3 Prozent. Pensionen über der Ausgleichszulage und bis zur Höchstbeitragsgrundlage von 6930 Euro erhalten ein Plus von 2,95 Prozent. Wer mehr als 6930 Euro im Monat bezieht, bekommt einen Fixbetrag von 204,44 Euro. Die Regierung will im kommenden Jahr 280 Millionen Euro bei den Pensionen einsparen, steckt trotz dieser Kürzung aber weiterhin 2,4 Milliarden Euro in die nächste Pensionserhöhung.

Die Staffelung ist ein Kompromiss zwischen sozialer Absicherung für Menschen mit wenig Geld und dem politischen Anspruch, hohe Einzahlungen nicht zu bestrafen. Frühere Modelle hatten zuletzt für sehr unterschiedliche Erhöhungen gesorgt. Heuer galt bereits: Pensionen bis 2500 Euro brutto im Monat erhielten die Inflation voll abgegolten, darüber gab es nur einen Fixbetrag von 67,50 Euro. Für 2027 wird die Logik nun verschärft, aber nicht abgeschafft. Unter der Grenze von 1308 Euro bleibt die volle Anpassung, darüber beginnt die gestaffelte Lösung.

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Der Hintergrund ist klar: Seit 2005 legten Mindestpensionen laut dem Artikel stark an Kaufkraft zu, während höhere Bezüge real an Wert verloren. Genau auf dieses Spannungsfeld reagiert die neue Regelung. Sie entlastet unten und bremst oben, ohne die Pensionen insgesamt aus der automatischen Anpassung zu nehmen. Entscheidend ist nun nicht mehr, ob es eine Staffelung gibt, sondern wie stark sie die nächste Pensionsrunde tatsächlich prägt.

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