Die Zukunft von Nadiem Amiri bei 1. FSV Mainz 05 ist weiter offen. Christian Heidel machte deutlich, dass Mainz entscheiden kann, ob ein Spieler den Verein verlässt oder nicht.
Amiri, 29, hatte nach dem letzten Saisonspiel gesagt, dass er sich zunächst mit seiner Familie und seinem Berater zusammensetzen wolle, um über seine Zukunft zu entscheiden. Ob der Mittelfeldspieler in der kommenden Saison für Mainz aufläuft, hat er bislang nicht gesagt.
Der Fall ist für Mainz besonders heikel, weil Amiri in der vergangenen Saison zu den prägenden Spielern gehörte. Er kam auf zwölf Tore und war an zwölf verwandelten Standards beteiligt. Für einen Klub, dessen Geschäftsmodell auch auf größeren Transfererlösen beruht, zählt das doppelt: sportlicher Wert auf dem Platz und möglicher Wert auf dem Markt.
Heidel unterstrich, dass Mainz bei auslaufenden oder laufenden Verträgen nicht tatenlos zuschaut. Gleichzeitig lenkt der Klub den Blick auf eine Kaderplanung, die noch an mehreren Stellen offen ist. Auch mit Paul Nebel wird über eine Verlängerung gesprochen, während Nebel bis 2027 gebunden ist. Amiri und Kaishu Sano haben Verträge bis 2028. Sollte mit Nebel keine Einigung gelingen, könnte der nächste Sommer die letzte Gelegenheit für Mainz sein, noch eine hohe Ablösesumme zu erzielen.
Für Amiri kommt ein möglicher Platz im WM-Kader als zusätzlicher Faktor hinzu. Ein Auftritt auf der größten internationalen Bühne würde sein Profil weiter schärfen. Auch Urs Fischer sieht den 29-Jährigen in einem Licht, das über Mainz hinausreicht. Er sagte, Amiri habe Qualitäten, die der Nationalmannschaft guttun würden.
Genau darin liegt die Spannung für Mainz: Der Klub will sportlich keinen Schlüsselspieler verlieren, muss aber zugleich die wirtschaftliche Vernunft im Blick behalten. Amiris Zukunft ist damit nicht nur eine Personalfrage, sondern auch ein Test dafür, wie weit Mainz in diesem Sommer zwischen Leistung, Vertrag und Marktwert die Kontrolle behält.

