Lesen: Johannes Golla erklärt seinen Wechsel zu MT Melsungen neu

Johannes Golla erklärt seinen Wechsel zu MT Melsungen neu

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hat seinen Wechsel zu noch einmal verteidigt und zugleich offen gelassen, ob er sich heute wieder so entscheiden würde. Der 28-Jährige sagte, der Schritt sei im Dezember 2024 praktisch alternativlos gewesen, als er einen Fünfjahresvertrag unterschrieb, der ab 1. Juli 2026 gilt.

Damals habe die Familie den Ausschlag gegeben, sagte Golla. Er sei oft unterwegs gewesen, die beiden Kinder noch sehr klein, seine Frau zu Hause, Hilfe habe es kaum gegeben, weil die Eltern 750 Kilometer entfernt lebten. „Damals haben wir gesagt, okay, wir müssen, wenn die Familie nicht auf der Strecke bleiben soll, was machen und näher an den Eltern, damit wir die Unterstützung haben können“, sagte der Kapitän der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

Heute sehe die Lage anders aus, sagte Golla. Die Kinder seien älter, die Familie in der Stadt besser angekommen, der Alltag daher entspannter. „Wir stehen natürlich zu der Entscheidung, die wir getroffen haben. Aber wenn ich heute nochmal entscheiden könnte, dann weiß ich nicht, wie die Entscheidung ausfallen würde“, sagte er. Der Rückblick fällt in eine Phase, in der sich auch der sportliche Rahmen für Melsungen verändert hat: Zum Zeitpunkt seiner Zusage war der Klub noch auf Champions-League-Kurs und lange im Titelrennen, inzwischen steht MT Melsungen auf Rang sieben.

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Für den Verein ist das mehr als ein Formtief. Nur mit dem Gewinn des European-League-Titels würde Melsungen die Europapokal-Teilnahme noch sichern. Als Golla unterschrieb, sah die Perspektive deutlich größer aus. Heute ist der Abstand zwischen dem damaligen Anspruch und der aktuellen Realität unübersehbar, und genau deshalb bekommt seine Erklärung zusätzliches Gewicht.

Der gebürtige deutsche Nationalspieler bleibt dennoch bei seiner Linie. Der Vertrag mit MT Melsungen steht, die Gründe dafür sind öffentlich, und die familiäre Seite der Entscheidung trägt weiterhin. Offen ist vor allem, wie sich der Wechsel sportlich und privat in den kommenden Monaten weiter einordnet, wenn der Verein seinen Platz in der Liga und seinen Weg nach Europa erst noch bestätigen muss.

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