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Königspython nahe Schöcklbach entdeckt: Expertin warnt vor Annäherung

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Ein Läufer hat am Mittwoch am Ufer des Schöcklbach bei Annagraben im Bereich des Sundlweg eine Schlange entdeckt. Das Foto, das er einer Bekannten zeigte, löste rasch Aufsehen aus. Die Bekannte meldete den Fund an die , worauf der Reptilien- und Amphibienexperte informiert wurde.

Stangl schätzte die Schlange nach dem Muster auf dem Körper als wahrscheinlich Königspython ein. Er ging davon aus, dass das Tier ausgesetzt worden war. Seine Bitte an Menschen, die die Schlange sehen könnten, ist klar: nicht zu nahe herangehen, damit sie nicht verscheucht wird, sondern ein Bild machen und ihn kontaktieren. Genau das sagte Stangl auch wörtlich: „Wenn ihn jemand sichten sollte, bitte nicht zu nahe gehen, um ihn nicht zu verscheuchen. Stattdessen ein Bild machen und mich kontaktieren“.

Der Fund ist außergewöhnlich. In Graz leben nach Angaben von Stangl vier Schlangenarten: die Ringelnatter, die Äskulapnatter, die Würfelnatter und die Schlingnatter. Keine davon ist giftig, keine gilt für Menschen als gefährlich. Trotzdem haben Meldungen an die Notrufstellen in den vergangenen Jahren zugenommen, weil Passanten immer wieder Schlangen begegnen. Stangl sagte dazu: „Menschen sind für die Schlangen gefährlicher als umgekehrt.“

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Hinter dem wachsenden Konflikt steht nach seiner Einschätzung nicht ein plötzlicher Anstieg von Schlangen, sondern das Gegenteil. Die Population habe in den vergangenen Jahren abgenommen, während Lebensräume für Reptilien durch die Bebauung nach und nach kleiner geworden seien. Gerade deshalb sei ein einzelner Fund wie jener bei Sundlweg bemerkenswert, aber kein Anlass zur Panik. Wer in der Nähe einer Schlange auf sie stößt, soll Abstand halten, ein Foto machen und den Fund melden.

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