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Deutsche Aircraft baut in Leipzig an der Rückkehr der Do328 als D328eco

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baut in Leipzig die neue und will damit ein Stück deutsche Flugzeuggeschichte in die Gegenwart holen. Der Hersteller aus München entwickelt den Turboprop als Weiterentwicklung der Do328, des letzten Flugzeugs von , während die erste echte Maschine noch nicht abgehoben hat. Der Bericht erschien am 12. Mai 2026.

Für das Projekt entsteht in Leipzig eine Fabrik. sagte dazu: „Wir sind der einzige Flugzeugbauer mit vollständiger Entwicklung, Endmontage und Wartung in Deutschland“. Der Satz fasst den Anspruch des Unternehmens zusammen: nicht nur ein Flugzeug zu konstruieren, sondern die gesamte Kette im Land zu halten. Deutsche Aircraft wird in dem Zusammenhang mit verglichen, allerdings in deutlich kleinerem Maßstab und mit einem klaren Fokus auf ein einziges Muster.

Die D328eco baut auf einer Maschine auf, die in den 1990er-Jahren als ihrer Zeit voraus galt. Neumann sagte über die Do328: „Die Do328 war in den 1990er-Jahren technisch ihrer Zeit weit voraus. Darauf bauen wir auf“. Von dem Typ sind weltweit noch rund 150 Flugzeuge im Einsatz. Eines fliegt als Testflugzeug für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kurz DLR. Deutsche Aircraft wartet die Maschinen, liefert Ersatzteile und hält die Zulassung für die Do328. Genau das soll auch der neuen Variante den Weg erleichtern.

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Die technische Linie ist klar erkennbar. Der Rumpf der D328eco wurde um 2,1 Meter auf 23,31 Meter verlängert, dadurch bietet das Flugzeug Platz für 40 Passagiere. Die neuen Turboprop-Triebwerke stoßen beim Betrieb mit konventionellem Kerosin 25 Prozent weniger CO2 aus als derzeit genutzte Flugzeuge. Auch das Innenleben knüpft an das alte Muster an: Neumann sagte, schon damals seien 30 Prozent der Materialien leichte Kunststoffe aus Kohlenstofffaser, sogenannte Composite, gewesen.

Der wirtschaftliche Reiz des Projekts liegt ebenfalls in der Fortsetzung statt im völligen Neuanfang. Neumann sagte: „Ein Flugzeug weiterzuentwickeln, ist deutlich günstiger, als eines ganz neu zu planen“. Und er ergänzte: „Und es birgt weniger Risiko. Denn wir können auf die Erfahrung von Millionen von Flugstunden zurückgreifen“. An diesem Punkt berührt die D328eco-Geschichte die Grundfrage des Flugzeugbaus: Wie viel Innovation braucht ein neues Modell, wenn ein bewährtes schon fliegt?

Die Antwort des Unternehmens ist sichtbar in Leipzig. Deutsche Aircraft arbeitet seit 2015 an der D328eco, und die Fabrik soll diesen Plan in industrielle Realität übersetzen. Dass die Do328 weiter in Dienst ist und das Unternehmen das Muster bereits betreut, Ersatzteile liefert und zertifizierungsrechtlich eingebunden ist, verschafft dem Nachfolger einen Vorsprung. Genau daraus speist sich die Strategie: kein radikaler Bruch, sondern ein kontrollierter Übergang von einem Flugzeug, das in den 1990er-Jahren als modern galt, zu einem Nachfolger für einen Markt, der heute leiser, sparsamer und kalkulierbarer werden soll.

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