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Flixtrain: Warum Laura Pomer nie wieder mit dem Zug fahren will

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war eine Zeit lang durchaus angetan von . Der Zug sei günstig, digital flexibel und im Alltag oft praktischer als die , sagte sie rückblickend. Doch inzwischen sei für sie Schluss: Sie werde nie wieder mit Flixtrain reisen.

Pomer formulierte ihren Abschied unmissverständlich mit den Worten: „Warum ich nie mehr eine Fahrt mit Flixtrain buchen werde“. Ihr Urteil fiel hart aus. Die Züge seien zwar „nicht perfekt“, am Ende aber „massiv unzuverlässig“. Nach ihrer Darstellung reicht das für sie aus, um der Marke den Rücken zu kehren.

Der Anlass für ihre Abrechnung ist ein Bild, das viele Fahrgäste von Flixtrain kennen: billigere Tickets als bei der Deutschen Bahn, dazu oft die Möglichkeit, Fahrten noch bis 15 Minuten vor Abfahrt digital umzubuchen oder zu stornieren. Auch in der Reiseauskunft der Deutschen Bahn lassen sich Flixtrain-Verbindungen anzeigen. Genau dieses Versprechen von Preis und Flexibilität macht die Verbindung für viele attraktiv. Doch im selben Text wird das Angebot als oft unzuverlässig beschrieben, mit häufigen Verspätungen und nicht seltenen Ausfällen.

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Wie sehr das den Reisenden zusetzen kann, zeigen Berichte aus Anfang 2026. Ein Fahrgast schrieb auf Reddit, sein Flixtrain von sei vier Minuten vor Abfahrt gestrichen worden. Die Nachricht sei per SMS und E-Mail gekommen, als die Reisenden bereits am Gleis standen. Ein anderer Nutzer berichtete, ein zunächst angekündigter Ausfall sei später doch noch anders ausgegangen, weil der Zug schließlich eintraf. Solche Schilderungen passen zu dem Bild, das Pomer in ihrem Text zeichnet.

Für Betroffene gibt es immerhin eine klar geregelte Folge: Bei einem Ausfall lässt sich der Fahrpreis erstatten, bei Verspätungen ab 60 Minuten ebenfalls. Außerdem kann Flixtrain eine Ersatzbeförderung zum Zielort organisieren, auch mit der Deutschen Bahn. Das ändert aber wenig daran, dass die Unsicherheit selbst zum Reiserisiko geworden ist. Wer auf einen günstigen Zug setzt, muss nach diesen Erfahrungen offenbar nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch darauf, ob die Fahrt überhaupt stattfindet.

Der Widerspruch bleibt damit der Kern der Flixtrain-Geschichte: ein Angebot, das mit Sparpreis und digitaler Beweglichkeit lockt, Fahrgästen aber genau das abverlangen kann, was Bahnreisen eigentlich vermeiden sollen – Geduld, spontane Umplanung und die Bereitschaft, kurzfristige Enttäuschungen hinzunehmen. Pomer hat für sich die Konsequenz bereits gezogen.

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