Ameisen sind im Garten nützliche Helfer, doch für viele Hobbygärtner und Hausbesitzer werden sie zum Problem, sobald sie sich in Rasen und Blumentöpfen breit machen, die Terrasse untergraben oder durch Haus und Wohnung wandern. Dann greifen viele zu biologischen Mitteln, um die Tiere ohne Chemie auf Abstand zu halten.
Eine bewährte Möglichkeit ist ätherisches Lavendelöl. Es kann auf die Ameisenstraße geträufelt werden, damit die Arbeiterinnen den Heimweg nicht mehr finden. Auch direkt auf das Nest gegeben, soll es die Ameisen zum Auszug bewegen. Diese Methode muss im Garten ebenso wie im Haus und in der Wohnung immer wiederholt werden, sonst kehren die Tiere zurück.
Wer Ameisen lieber umsiedeln will, kann einen größeren Tontopf mit Loch am Boden als eine Art Umzugsunternehmen nutzen. Der Topf wird mit lockerer Erde und gegebenenfalls etwas Stroh oder Holzwolle auf das Nest gestellt. Wärmt sich der Topf in der Sonne auf, wandern die Ameisen von unten hinein und beziehen ihre neue Unterkunft. Anschließend lassen sie sich mitsamt Blumentopf an einen anderen Platz bringen. Entscheidend ist dabei eine Distanz von mindestens 30 Metern zwischen altem Bau und neuem Standort, damit die Ameisen nicht wieder zurückwandern.
Als weitere stark duftende Mittel gelten Essig, Zimt und Zitronenschale, die Ameisen auf Abstand halten sollen. In einigen Fällen kann auch Backpulver die Tiere vertreiben oder töten; die Methode wird jedoch als äußerst radikal beschrieben. Genau darin liegt der Zwiespalt bei Ameisen: Sie räumen den Garten auf, lockern den Boden, verbreiten Samen und vertilgen Schädlinge, können aber dort, wo sie Terrasse, Beete oder Wohnräume übernehmen, schnell zur Plage werden. Der vorliegende Überblick zeigt deshalb vor allem biologische Alternativen zu chemischen Mitteln — und beantwortet die praktische Frage für heute klar: Wer Ameisen loswerden will, hat mehrere sanftere Wege, bevor zu harten Mitteln gegriffen wird.

