Lesen: Mecklenburg-vorpommern startet in die Badesaison mit fast durchweg guter Wasserqualität

Mecklenburg-vorpommern startet in die Badesaison mit fast durchweg guter Wasserqualität

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Mecklenburg-Vorpommern ist am Vortag des Berichts offiziell in die gestartet, und die Bilanz fällt fast überall erfreulich aus: 97 Prozent der knapp 500 regelmäßig überprüften Badegewässer sind als „Ausgezeichnet“ oder „Gut“ eingestuft. Nur ein Gewässer wurde als mangelhaft bewertet, und am Schwandter See gilt wegen mehrfacher Überschreitungen mikrobiologischer Grenzwerte ein Badeverbot für die laufende Saison.

Für den Tourismus an Ostsee und Seen ist das ein wichtiges Signal, denn die Qualität der Gewässer ist für viele Ausflüge ein zentrales Kriterium. Im Vorjahr lag der Anteil der als „Ausgezeichnet“ oder „Gut“ bewerteten Badegewässer bei 96,6 Prozent; 2026 ist der Wert damit leicht gestiegen. Gesundheitsämter nehmen während der Saison bis zum 10. September alle vier Wochen neue Proben an den überwachten Stellen, damit auffällige Veränderungen früh erkannt werden.

Die erste Probenrunde des Jahres brachte zunächst keine Auffälligkeiten, mit der einen Ausnahme am Schwandter See. Dort wurden bei den Untersuchungen mehrere Grenzwertüberschreitungen mikrobiologischer Parameter festgestellt. Das prüft die Proben auf Belastungen etwa durch Escherichia coli und intestinale Enterokokken, also Keime, die auf Verunreinigungen im Wasser hinweisen können.

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Dass das Netz so engmaschig ist, zeigt der Vergleich mit früheren Jahren. 2023 waren 432 Badebereiche als „Ausgezeichnet“ klassifiziert, 2026 sind es 444. Die Zahl der lediglich als ausreichend bewerteten Stellen ist von 12 im Jahr 2023 auf sechs gesunken. Hinter diesen Zahlen steht nach Angaben der Behörden ein erheblicher Aufwand für die Gesundheitsämter und die Labore des Landesamts, damit Badegäste die Saison ohne unnötige Sorgen nutzen können.

Gesundheitsministerin betonte, die Daten zeigten, dass die Badegewässer fast überall von hoher Qualität seien und einem gelungenen Sommer an Seen oder Meer nichts im Wege stehe. Von der Lage profitierten Einheimische und Touristen gleichermaßen. Zugleich verwies sie auf die Badewasserkarte des Landes, die im Web und per App nicht nur die Prüfergebnisse aller überwachten Stellen zeigt, sondern auch Angaben zu Parkplätzen, Verpflegung, barrierefreien Zugängen und sanitären Anlagen.

Gerade dieser Zusatznutzen soll die Planung erleichtern, wenn Familien und Ausflügler eine Badestelle suchen. Drese verwies außerdem auf Flyer zum sicheren Baden, darunter Materialien zum Baden im See und zum Baden im Meer. Für Kinder gebe es einen Flyer, in dem die beiden Bademeister Max und die Baderegeln kindgerecht und mehrsprachig erklären. Die Ministerin mahnte zugleich zu gegenseitiger Rücksichtnahme und zur richtigen Entsorgung von Müll, damit Verunreinigungen an den Badestellen vermieden werden.

Die gute Gesamtlage ändert nichts daran, dass einzelne Problemstellen konsequent gesperrt werden. Mecklenburg-Vorpommern geht damit mit einer klaren Trennung in die laufende Badesaison: fast flächendeckend sauberes Wasser, aber bei auffälligen Messwerten sofortige Einschränkungen. Für den Schwandter See bleibt die entscheidende Frage daher nicht, wie die Saison insgesamt läuft, sondern ob die nächsten Kontrollen bis zum 10. September Entwarnung geben können oder das Badeverbot bestehen bleibt.

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