Palestino spielt am Mittwoch, 20. Mai, um 20:00 Uhr im Arena do Gremio in Porto Alegre gegen Gremio, und für die Chilenen ist es in Gruppe F der Copa Sudamericana praktisch das letzte Spiel mit Luft nach oben. Ein Sieg würde die Mannschaft von Guillermo Farré im Wettbewerb halten.
Die Aufgabe ist klar und schwer zugleich: Palestino will nicht nur punkten, sondern als dritter chilenischer Klub in Porto Alegre gegen Gremio gewinnen. Bisher gelang das nur Universidad Católica, das 2011 in der Copa Libertadores 2:1 siegte, und Huachipato, das 2013 ebenfalls 2:1 und 2024 sogar 2:0 gewann. Insgesamt stehen chilenische Klubs bei neun historischen Gastspielen in Porto Alegre bei drei Siegen, einem Remis und fünf Niederlagen.
Das jüngste direkte Duell endete am 29. April in La Cisterna 0:0. Damals war Sebastián Pérez der herausragende Mann auf dem Platz, weil er drei aufeinanderfolgende Elfmeter von Carlos Vinícius hielt. Genau dieses Spiel zeigt, wie eng das Duell zwischen Palestino und Gremio bislang war: Keine Seite hatte einen echten Durchbruch, obwohl beide ihren Anspruch in Gruppe F unterstrichen.
Für Palestino, das von Guillermo Farré betreut wird, verschärft sich die Lage nun im Stadion von Gremio, das von Luis Castro trainiert wird. Der Gastgeber kennt den Druck eines Heimspiels in Porto Alegre, während Palestino mit dem Wissen anreist, dass dieser Auftritt in der Gruppe die letzte Chance darstellt, den Kurs noch zu drehen. Wer mehr Einordnung zum Kräfteverhältnis sucht, findet sie auch in der Vorschau zu Grêmio gegen Palestino sowie im laufenden Überblick zu Gruppe F.
Das macht das Duell in Porto Alegre zu mehr als nur einer weiteren Gruppenpartie. Für Gremio geht es um die Kontrolle über die Staffel, für Palestino um das schmale Fenster, das nach dem torlosen Hinspiel noch offen ist. Wenn die Chilenen die Statistik gegen sich und die Kulisse gegen sich drehen wollen, müssen sie ausgerechnet an dem Ort bestehen, an dem chilenische Mannschaften historisch nur selten gewinnen.

