Lesen: Nvidia News treibt Wall Street höher vor Quartalszahlen des KI-Chipriesen

Nvidia News treibt Wall Street höher vor Quartalszahlen des KI-Chipriesen

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Wall Street legte am Mittwoch kräftig zu, nachdem Technologie- und Chipwerte vor Nvidias Quartalszahlen angezogen hatten. Der Markt setzte damit auf die Ergebnisse des führenden KI-Chipmachers und wertvollsten Unternehmens der Welt, obwohl Anleger in den letzten drei Tagen noch wegen geopolitischer Risiken und höherer Ölpreise vorsichtiger geworden waren.

Der S&P 500 gewann 79,06 Punkte oder 1,08 Prozent auf 7.432,67 Punkte. Der stieg um 398,33 Punkte oder 1,54 Prozent auf 26.269,04, der um 647,44 Punkte oder 1,31 Prozent auf 50.011,32. Der Philadelphia SE Semiconductor index sprang ebenfalls deutlich nach oben, mit Astera Labs und ARM Holdings unter den größten Gewinnern. „Technology is driving the bus again today, and the AI theme“, sagte und ergänzte, der Markt habe sich von den Sorgen über steigende Zinsen und Inflation wieder stärker dem Thema Künstliche Intelligenz zugewandt. „It’s actually a little bit unusual because you would expect the market to sit pretty quiet waiting for Nvidia's results later today. But there's clearly a lot of optimism“, sagte sie.

Die Bewegung kam nach einem 3-day selloff an den vorangegangenen drei Handelstagen, als Investoren auf die fehlende Lösung im Konflikt zwischen den USA und Iran sowie auf die Folgen höherer Ölpreise für die Inflation blickten. Am Mittwoch sagte Irans Außenministeriumssprecher, der Austausch von Botschaften zwischen Iran und den USA sei fortgesetzt worden, und erklärte, die Verhandlungen mit Iran befänden sich in den finalen Phasen. Er fügte hinzu, die USA müssten Iran womöglich noch härter angreifen, würden aber abwarten, ob ein Deal möglich sei. Diese Entspannung half auch den Anleihemärkten: Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Treasury fiel nach drei Anstiegen in Folge und dem Erreichen eines 16-month high wieder etwas zurück.

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Die Rally bekam zusätzliche Unterstützung durch die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der letzten Sitzung der . Darin sagten mehr Verantwortliche, die Notenbank solle den Boden für eine mögliche Zinserhöhung bereiten. Das drückte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember zuletzt auf 36,8 Prozent, nach 42 Prozent am Dienstag. sagte dazu, es sei schwer, jede Forward Guidance der Unternehmen mehr als bloße Schätzung zu nehmen. Für Anleger bleibt damit mehr als nur ein Einzeltitel: Die Zahlen des Konzerns sind heute ein Stresstest dafür, wie viel Vertrauen der Markt in den gesamten KI-Handel noch hat, und ob die jüngste Erholung Bestand hat, sobald die Bücher offenliegen.

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