Emiliano Martínez sagt, er bereue es nicht, Aston Villa im vergangenen Sommer verlassen zu haben. Der argentinische Nationaltorhüter sprach vor dieser Woche in Istanbul über eine Phase, in der er sich nach dem Ende der Saison 2024–25 sichtbar bewegt hatte, bevor sein Wechselwunsch ins Leere lief.
Martínez war damals emotional gewesen und hatte den Eindruck erweckt, er könne Villa für eine neue Herausforderung verlassen. Manchester United wurde in dieser Zeit mit ihm in Verbindung gebracht, doch der Transfer kam nie zustande. Als die neue Saison im August begann, war seine Zukunft weiterhin offen, und zum Auftakt fehlte er wegen einer Sperre. In Aston Villas nächstem Spiel kehrte er zurück, wurde aber aus dem Kader für eine Partie gestrichen, die am Tag vor der Sommer-Transferfrist ausgetragen wurde.
Der 32-Jährige machte nun vor dem Europa-League-Finale dieser Woche in Istanbul klar, dass er keine Reue empfinde und Aston Villa weiter mit voller Überzeugung sehe. Er sagte, er habe „vollen Respekt und Liebe“ für den Klub, eine Verpflichtung gegenüber Villa und werde den Verein „immer und für immer“ lieben. Martínez verwies darauf, dass er mit Villa Weltmeister mit Argentinien geworden sei und dort zwei Auszeichnungen als Best FIFA Men’s Goalkeeper gewonnen habe. Für ihn sei der Verbleib die richtige Entscheidung gewesen.
Der Kontext macht die Wende umso bemerkenswerter. Martínez war schon vergangenen Sommer als möglicher Abgangskandidat gehandelt worden, und die Anzeichen deuteten darauf hin, dass er bereit war, weiterzuziehen. Dass der Wechsel nicht klappte, hatte auch mit der Entwicklung bei Manchester United zu tun, das erst am 1. September den Deal mit Senne Lammens abschloss. Villa hielt derweil an seinem Torhüter fest, und Martínez sagt inzwischen, er sei stolz geblieben zu sein.
Jetzt steht er in einem europäischen Finale und blickt zugleich auf die Champions League in der kommenden Saison. Martínez sagte, Villa habe einen Top-Trainer, einen Top-Kapitän und einen Kern aus Spielern, der zusammenhalten müsse, um jeden Gegner schlagen zu können. Für einen Spieler, der vor Monaten noch am Abschied wirkte, ist das kein Nebensatz, sondern die klarste Zusammenfassung dessen, wie sehr sich die Geschichte gedreht hat.

