Der türkische Musiker Haluk Levent ist nach einem Konzert in Eskişehir plötzlich krank geworden und in das Krankenhaus der medizinischen Fakultät der Gazi-Universität gebracht worden. Erste Untersuchungen ergaben eine Magenblutung, nach einer Notfallbehandlung wurde er zur Kontrolle und Behandlung auf die Intensivstation verlegt.
Levent war kurz zuvor aus Baku zurückgekehrt, wo er beim 13. World Urban Forum auftrat, das von UN-Habitat organisiert wurde. Die Erkrankung kam damit unmittelbar nach einem öffentlichen Termin und einem weiteren Auftritt in der Heimat, was die Sorge um seinen Zustand rasch wachsen ließ.
Der 57-Jährige wurde am 26. November 1968 im Stadtteil Yüreğir in Adana geboren und veröffentlichte 1993 das Album Yollarda. 2004 heiratete er Nesrin Yonarlar, aus der Ehe ging Ela hervor; 2017 ließ sich das Paar scheiden. Im selben Jahr gründete Levent die AHBAP Association, die seitdem zu seinem bekanntesten gesellschaftlichen Projekt gehört.
Gerade dieser Hintergrund macht den Klinikaufenthalt mehr als zu einer privaten Gesundheitsmeldung. Levent ist nicht nur als Musiker präsent, sondern auch als öffentliche Figur mit großer Reichweite, und sein plötzlicher Zusammenbruch nach der Rückkehr aus Baku zeigt, wie eng seine politischen, sozialen und künstlerischen Auftritte inzwischen miteinander verknüpft sind. Entscheidend ist nun, wie schnell sich sein Zustand stabilisiert und wann er die Intensivstation wieder verlassen kann.
