Lesen: Freiburg – Aston Villa in Istanbul: Europa-League-Finale mit Geschichte

Freiburg – Aston Villa in Istanbul: Europa-League-Finale mit Geschichte

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und der sind am Mittwoch um 20 Uhr BST in Istanbul zum ersten Mal aufeinandergetroffen, als beide Klubs im Europa-League-Finale um einen Titel spielten. Für Freiburg war es der größte Abend der 121-jährigen Vereinsgeschichte, für Villa die Chance, erstmals seit dem Triumph von 1982 wieder einen europäischen Pokal zu holen.

Vor dem Anpfiff wirkte Emi Martínez mit der rechten Hand angeschlagen. Aston Villa setzte unterdessen auf Emiliano Buendía, John McGinn und Ollie Watkins in der Startelf, Freiburg auf Noah Atubolu, Matthias Ginter, Philipp Lienhart, Vincenzo Grifo und Igor Matanovic. Geleitet wurde die Partie von aus Frankreich, übernahm den VAR.

beschrieb die Stimmung vor dem Spiel als „really loud“ und sagte, überall seien Villans gewesen. Er fügte hinzu, Villa habe eine große Gelegenheit, den Fans „a trophy back to Villa Park“ zu geben. Das passte zum Ton in der Mannschaft: Cash sprach von einem „fantastic club“, davon, dass der Verein „finally got itself back in European football“, und davon, dass Villa wisse, welch große Prüfung gegen ein „really competitive team“ bevorstehe.

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Für ging es zugleich um eine bemerkenswerte Bilanz. Der spanische Trainer hoffte, sein fünftes Finale in sechs Versuchen in der Europa League zu gewinnen. Villa ging zudem mit Rückenwind in den Abend: Das Team hatte die letzten beiden Spiele gegen deutsche Gegner gewonnen und in der Gruppenphase der Champions League 2023-24 Bayern München und Leipzig geschlagen. Freiburg wiederum hatte vor diesem Finale vier Partien gegen englische Gegner bestritten, alle gegen in der Europa-League-Saison 2023-24. In der Gruppenphase verlor Freiburg 1:2 und 0:2, im Achtelfinale gewann der Klub das Hinspiel 1:0, ehe das Rückspiel 0:5 verloren ging.

Für Freiburg stand damit nicht nur ein Endspiel an, sondern ein Termin ohne Vorbild im eigenen Verein. Der Klub hatte noch nie einen großen Titel gewonnen; die bisher größte Chance endete 2022 mit Platz zwei im DFB-Pokalfinale. Aston Villa dagegen brachte europäische Erfahrung mit, darunter den Gewinn des Europapokals 1982 und insgesamt zwei europäische Trophäen in der Vereinsgeschichte.

Die Partie in Istanbul war deshalb mehr als ein Finale zwischen zwei Mannschaften, die sich zum ersten Mal begegneten. Sie trafen mit sehr unterschiedlichen historischen Lasten aufeinander: Freiburg mit der größten Bühne seiner Geschichte und Villa mit der Erwartung, eine lange Wartezeit zu beenden. Emerys Bilanz und Villas jüngste Erfolge gegen deutsche Gegner gaben den Engländern zusätzliche Zuversicht, doch Freiburgs Weg bis hierher zeigte, dass der Klub in Spielen gegen Premier-League-Gegner längst nicht nur Statist ist.

Was in Istanbul entschieden wurde, reichte damit weit über einen einzelnen Abend hinaus. Für Villa ging es um die Rückkehr auf eine europäische Siegerbühne, die der Klub seit 1982 nicht mehr betreten hatte. Für Freiburg ging es um den Versuch, den ersten großen Titel der Vereinsgeschichte endlich Wirklichkeit werden zu lassen.

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