Lesen: Oberwesel und die Welterbe-Gärten: 37 Anlagen öffnen den Blick ins Mittelalter

Oberwesel und die Welterbe-Gärten: 37 Anlagen öffnen den Blick ins Mittelalter

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Die am Mittelrhein laden in diesem Jahr wieder zu einem Streifzug durch Geschichte, Gartenkunst und private Rückzugsorte ein. Das Netzwerk umfasst 37 Burg- und Schlossgärten sowie Stadtparks in Rheinland-Pfalz und Hessen und zieht sich zwischen Koblenz, Bingen und Rüdesheim entlang des Flusses. Wer sich auf Oberwesel und die Nachbarschaft einlässt, bewegt sich mitten in einer Landschaft, die seit Juni 2002 als -Welterbe des Oberen Mittelrheintals geschützt ist.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur eine Auswahl schöner Anlagen, sondern ein Verbund, der historisch gewachsene Grünräume, neuere Parkanlagen und private Gärten zusammenführt. Besonders deutlich wird das an der Marksburg über Braubach, wo der mittelalterliche Schaugarten 150 verschiedene Pflanzen zeigt. Auch in Koblenz und Bingen ist das Netzwerk präsent, etwa mit dem Arenberger Bibelgarten und dem Hildegard-von-Bingen-Heilkräutergarten. Für Besucher soll das nicht bloß Sammlung, sondern Erlebnis sein. sagt dazu: „Wir unternehmen eine Zeitreise ins Mittelalter. Sind sie bereit dazu?“

Der Zusammenschluss besteht seit fast 15 Jahren. Nach der Koblenzer Bundesgartenschau 2011 wählte eine Fachjury die Parks und Gärten aus, wie sagt: „Nach der Koblenzer Bundesgartenschau 2011 hat eine Fachjury die Parks und Gärten ausgewählt“. Schuh betont auch: „Der Zusammenschluss der Welterbegärten ist in Deutschland einzigartig.“ Das macht den Verbund zu mehr als einer touristischen Route. Er verbindet Orte, die aus ganz unterschiedlichen Epochen stammen, aber in derselben Kulturlandschaft stehen.

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Ein Beispiel dafür ist Burg Rheinstein, die rund 100 Meter über dem Rhein liegt. begann ihren Wiederaufbau 1825. Die Anlage gilt als romantisch, auch wenn die heutige Burg nur etwa 200 Jahre alt ist. Den Kontrast zwischen Inszenierung und gewachsener Geschichte kann man auch im privaten Garten von Waltraud und in Lorch-Ransel sehen. Ihr mehr als 700 Quadratmeter großer Garten öffnet am , also am ersten Sonntag im Juni, für Besucher. Feuerpfeil sagt über die Anlage: „Nahezu das ganze Jahr wird durchgeblüht.“

Genau darin liegt die Stärke der Welterbe-Gärten: Sie zeigen nicht nur einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern machen sichtbar, wie eng die Kulturlandschaft des Mittelrheins mit ihren Burgen, Parks und privaten Gärten verwoben ist. Wer an einem einzigen Tag unterwegs ist, bekommt kein vollständiges Bild. Aber er sieht, wie aus 37 Orten eine gemeinsame Geschichte entsteht.

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