BMW startet jetzt einen sicherheitsbedingten Rückruf für mehrere Modellreihen aus den Baujahren 2006 bis 2015. In Deutschland müssen mehr als 370.000 Fahrzeuge in die Werkstatt, weil im Fahrerairbag ein fehlerhafter Gasgenerator von Takata verbaut ist.
Betroffen sind weltweit fast 1,5 Millionen Fahrzeuge. Bei einer Auslösung kann sich der Airbag unkontrolliert entfalten und Metallfragmente freisetzen, die Insassen verletzen könnten. Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht die Aktion, während BMW die Halter auffordert, sich umgehend an eine autorisierte Werkstatt zu wenden.
Der Rückruf umfasst die internen Modellcodes E81, E82, E83, E84, E87, E88, E90, E91, E92 und E93. Der Fahrerairbag wird komplett ersetzt, und die Reparatur ist für die betroffenen Kunden kostenlos. Ob ein bestimmtes Auto betroffen ist, lässt sich auch über die Fahrgestellnummer prüfen; der Herstellercode für den Rückruf lautet 0032730300.
Der Fall zeigt, dass die Takata-Probleme auch Jahre nach der Produktion noch nicht aus dem Verkehr verschwunden sind. Für viele Halter ist das keine Formalie, sondern ein unmittelbarer Werkstatttermin, den sie nicht aufschieben sollten.
