Drei junge Männer aus Bangladesch sind am Dienstagfrüh am Großglockner in Bergnot geraten und mussten nach einer aufwendigen Rettung unverletzt geborgen werden. Die drei Studenten im Alter von 23, 24 und 25 Jahren kamen gegen 4.30 Uhr vom Lucknerhaus über die Luckner Hütte in Richtung Stüdlhütte auf.
Auf rund 2.600 Meter Seehöhe verloren sie im Nebel auf dem schneebedeckten Steig die richtige Spur und gerieten weiter über die Ostflanke des Fanotkogel bergwärts. Das Gelände wurde dabei zunehmend steiler und felsdurchsetzt. Gegen 6.45 Uhr beschlossen die Männer umzukehren, doch schon nach wenigen Schritten talwärts standen sie in hüfthohen Nassschnee und setzten den Notruf ab.
Für die Bergung war zunächst kein Einsatz aus der Luft möglich. Wegen des Nebels auf dieser Seehöhe konnte ein Hubschrauber die Männer nicht direkt aufnehmen. Stattdessen wurde ein Bergretter der Ortsstelle Kals am Großglockner gemeinsam mit einem Alpinpolizisten mit dem Polizeihubschrauber in den Bereich der Viehböden geflogen. Von dort stiegen sie zu Fuß zu den in Not geratenen jungen Männern auf.
Gegen 9.40 Uhr fanden die Einsatzkräfte die drei unterhalb des Fanotkogels und brachten sie gesichert zu den Viehböden. Die Männer waren durchnässt und erschöpft, blieben aber unverletzt. Anschließend flog der Polizeihubschrauber sie ins Tal.
Der Einsatz zeigt, wie schnell eine Tour am Großglockner bei Nebel und Neuschnee zur Gefahr werden kann. Die drei Männer studieren in Deutschland; gerade weil sie unverletzt aus der Lage geholt werden konnten, endete der Vormittag ohne schwerere Folgen. Für die Retter blieb dennoch ein komplizierter Einsatz, der am Boden entschieden werden musste, weil der Himmel über der Höhe nicht aufriss.

