Lesen: Republikanische Partei: Trump setzt sich in Kentucky mit Gallrein durch

Republikanische Partei: Trump setzt sich in Kentucky mit Gallrein durch

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hat die republikanische Vorwahl im 4. Kongressbezirk von Kentucky gewonnen und damit einen weiteren Sieg in seinem Machtkampf innerhalb der republikanischen Partei beschert. Das Ergebnis stand weniger als zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale fest, Gallrein lag am Ende um etwa zehn Punkte vorn.

Für ist das ein herber Rückschlag. Der Abgeordnete hatte Kentucky im fast 15 Jahre lang vertreten, bevor Trump ihn offen zum Ziel machte. Der Präsident attackierte Massie nach dessen öffentlicher Unterstützung für die im November 2025 und nannte ihn auf den „schlechtesten und unzuverlässigsten republikanischen Kongressabgeordneten in der Geschichte unseres Landes“. Trump bezeichnete Massie zudem als „Vollidioten“ und „Widerling“.

Der Wahlkampf auf Gallreins Seite war teuer. Rund 27 Millionen Euro flossen in die Kampagne, ein Betrag, der zeigt, welchen Aufwand Trump und seine Verbündeten bereit waren zu treiben, um einen unbotmäßigen Abgeordneten aus dem Weg zu räumen. Massie hatte sich zuletzt gegen Trumps sogenannten gestellt und damit gegen steigende Defizite sowie höhere Militärausgaben protestiert. Die Niederlage kommt damit nicht aus dem Nichts, sondern folgt auf einen offenen Bruch mit dem Präsidenten.

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Der Kentucky-Fall passt in ein Muster, das sich in diesem Jahr bereits anderswo gezeigt hat. Bereits Anfang Mai verloren in Indiana fünf republikanische Senatoren ihre Vorwahlen, nachdem Trump gegen sie mobilisiert hatte. Sie hatten sich zuvor gegen eine Neuziehung von Wahlkreisen gestellt, die Trump vor den Wahlen im November durchsetzen wollte. Auch aus Louisiana geriet ins Visier des Präsidenten; Trump sprach dort von einer „beispiellosen Niederlage“, nachdem Cassidy 2021 zu den sieben republikanischen Senatoren gehört hatte, die Trump wegen „Anstiftung zum Aufruhr“ nach dem Sturm auf das Kapitol verurteilten.

Das Ergebnis in Kentucky zeigt damit erneut, wie groß Trumps Zugriff auf die republikanische Partei geblieben ist. Wer sich ihm widersetzt, riskiert nicht nur einen öffentlichen Angriff, sondern inzwischen auch eine teure und schnell entschiedene parteiinterne Abrechnung. Für Massie endet damit eine lange Laufbahn im Repräsentantenhaus möglicherweise abrupt, während Trump demonstriert, dass er in den Vorwahlen weiter die Regeln setzt.

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