Lesen: Reem Alabali Radovan spricht von extremer Lage nach Ebola-Fall in Berlin

Reem Alabali Radovan spricht von extremer Lage nach Ebola-Fall in Berlin

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Bundesentwicklungsministerin hat die Lage nach dem Ebola-Fall eines US-amerikanischen Arztes in der Berliner als „extrem ernste Lage“ bezeichnet. Deutschland sagte zugleich Hilfe zu, die in Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern vor Ort organisiert werden soll.

Nach Angaben aus Regierungskreisen sollen nächste Woche 500 Schutzanzüge für medizinisches Personal ausgeliefert werden. Das teilte mit, man habe Unterstützung zugesagt. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr.

Der Mann war in der Nacht zu Mittwoch in die Klinik gebracht worden. Kurz vor 03.00 Uhr erreichte das Spezialfahrzeug das Krankenhaus. Auch sechs Kontaktpersonen des Arztes mit hohem Ansteckungsrisiko wurden nach Deutschland gebracht. Die USA hatten die Bundesrepublik wegen der kürzeren Flugzeiten von Uganda nach Deutschland und der Erfahrung mit der Versorgung von Ebola-Infizierten um Hilfe gebeten.

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Die Behandlung findet in der Berliner Charité statt, die laut Ministerium eine geschlossene und geschützte Einheit für die Isolation, Diagnostik und Behandlung von bis zu 20 Menschen gleichzeitig hat. Die Erkrankung steht im Zusammenhang mit einem . Verantwortlich für den aktuellen Ausbruch ist die seltene Bundibugyo-Variante des Virus, für die es weder Impfstoff noch Therapie gibt.

Die zeigte sich wegen der Lage alarmiert. Generalsekretär nannte die Entwicklung „sehr besorgt“, ein Sprecher sprach davon, „dass es ein dringliches Problem gibt“. Die WHO rief wegen des Ausbruchs einen ein, während Ruanda als Reaktion auf die Lage seine Grenze zum Osten des Kongo schloss.

Deutschland hat bereits 2014 drei Ebola-Patienten behandelt. Dass nun wieder ein Infizierter in Berlin versorgt wird, zeigt, wie eng die Seuchenbekämpfung inzwischen über Kontinente hinweg vernetzt ist: Die medizinische Hilfe wird dort geleistet, wo die Erfahrung, die Infrastruktur und die Transportwege zusammenkommen.

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