Delfín hat Barcelona Sporting Club vor dem Spiel am Sonntag, 24. Mai, auf seinen sozialen Kanälen verspottet und damit die Spannung vor dem Duell der LigaPro anheizt. Die Partie ist für den 15. Spieltag im Jocay angesetzt, und der Klub aus Manta setzte dabei erneut auf einen Ton, der den kommenden Gegner reizen soll.
Besonders auffällig war ein X-Beitrag, in dem Delfín ausgerechnet das Wappen von Barcelona de España statt des Emblems des ecuadorianischen Barcelona verwendete. Dazu schrieb der Klub: „Creo que me equivoqué en algo, sobrinos, pero no sé en qué“. Am Montag, 18. Mai, legte Delfín mit einem weiteren Beitrag nach und veröffentlichte ein Bild zu den Ticketpreisen, das den Eintritt für Gästefans erlaubte. Begleitet wurde die Grafik von einem Meme mit einem Delfin, der auf einen Stier zeigt, und dem Satz „ciclo emocionario del típico novelero“.
Die Posts sind kein Einzelfall. Delfín hat seine sozialen Netzwerke schon mehrfach genutzt, um den jeweils nächsten Gegner zu nerven, und ist dafür bereits bestraft worden, wenn der Klub zu weit ging. In der Vergangenheit führte eine ähnliche Kontroverse um die offiziellen Konten sogar zu einer formellen Beschwerde, nachdem ein Meme auf Inhalte für Erwachsene angespielt hatte. Damals endete das Spiel des 4. Spieltags mit einem 1:0-Sieg von Manta gegen Delfín, woraufhin der Gegner beim Verband offiziell gegen die Beleidigungen und weitere Spott-Beiträge vorging.
Die Folge war am Dienstag, 31. März, eine Geldstrafe von 2.000 Dollar durch das Centro de Arbitraje y Conciliación der Cámara de Comercio de Guayaquil. Die Verantwortlichen ordneten außerdem an, den beanstandeten Beitrag zu löschen und bei der nächsten Heimpartie gegen Liga de Quito über soziale Netzwerke und über die Stadionlautsprecher Anti-Gewalt-Botschaften zu verbreiten. Genau deshalb fällt der neue Spott vor dem Treffen mit Barcelona Sporting Club auf: Delfín tritt online inzwischen zwar geordneter auf als früher, nutzt seine Kanäle aber weiter als Bühne, um den nächsten Rivalen vorab zu reizen. Für den Klub ist das ein schmaler Grat zwischen Vermarktung, Provokation und dem Risiko, erneut über die Stränge zu schlagen.

