Lesen: The Hunt in San Francisco zieht Schatzsucher an und sorgt für Ärger

The Hunt in San Francisco zieht Schatzsucher an und sorgt für Ärger

Veröffentlicht
3 Min. Lesezeit
Anzeige

Seit fast drei Wochen hält ein Schatz im Wert von 10.001 Dollar San Francisco in Atem. Die Suche nach der Kiste, die irgendwo innerhalb von 7 Meilen vom Rathaus vergraben sein soll, hat nun auch erste Schäden hinterlassen: Schatzsucher gruben nach Angaben der Organisatoren am Francisco Park und auf Angel Island.

Die Hinweise zu wurden am 29. April auf der Website „Buried Treasure, San Francisco“ veröffentlicht und im Subreddit r/sanfrancisco geteilt. Dort hieß es: „One year ago we announced here that we buried a $10,000 treasure chest. Many hunters went searching and it was found in just 11 hours.“ Kurz darauf folgte der Satz: „We did it again.“ Die neue Kiste wiegt nach Angaben der Veranstalter mehr als 150 Pfund und liegt einen Fuß tief im Boden.

Die Aufmerksamkeit ist kein Zufall. Die anonymen Organisatoren schreiben auf ihrer Website, sie liebten die Lore des Schatzes, von Piratenbeute über versunkene Galeonen bis zu Rätseln, Geschichten und Filmen. Schon der erste Durchgang im vergangenen Jahr endete laut Angaben der New York Times mit einem Aluminiumkoffer voller Geld, Goldnuggets und Baseballkarten. Gefunden wurde er demnach von einem Team aus drei Menschen am Mount Sutro in der Nähe von Twin Peaks.

- Advertisement -

Dieses Mal läuft die Suche nicht nur romantisch, sondern auch unordentlich. Die Veranstalter sagten, sie seien von Gärtnern im Francisco Park und von Rangern auf Angel Island kontaktiert worden, nachdem dort gegraben worden sei. In ihrer Mitteilung hieß es, die Gärtner und Ranger hätten mit „viel zu viel Zerstörung und sinnlosem, explorativem Lochgraben“ zu kämpfen. Sie stellten zugleich klar: „The treasure is NOT on Angel Island or in Francisco Park.“

Die Regeln sind einfach, aber sie werden sichtbar getestet. Laut den FAQs braucht es keine technische Ausrüstung, um die Kiste zu finden, ein Spaten könne aber wahrscheinlich nützlich sein. Die Organisatoren bitten die Suchenden, das Gelände mit Ehrfurcht zu behandeln, Löcher wieder zu schließen, Müll aufzusammeln und die Landschaft besser zu hinterlassen, als sie sie vorgefunden haben. Das ist auch deshalb relevant, weil die Suche in öffentlichen Parks schnell zur Rechtsfrage wird: Ein Sprecher der sagte, für Grabungen in Stadtparks seien Genehmigungen erforderlich.

Genau hier liegt der Bruch zwischen Spiel und Realität. Was als städtische Schatzsuche mit poetischen Hinweisen beginnt, wird dort heikel, wo Menschen den Reiz des Rätsels mit einer Erlaubnis verwechseln, im Boden zu wühlen. Die Organisatoren wollen Abenteuer verkaufen, nicht Schäden sehen. Ob die Schatzsuche in den kommenden Tagen wieder in geordnete Bahnen findet, entscheidet sich daran, ob die Suchenden die einfachste Regel beherzigen: graben nur dort, wo es erlaubt ist, und alles wieder so hinterlassen, wie es war.

Anzeige
Diesen Artikel teilen