Maite Kelly hat im zweiten „Fernsehgarten“-Termin der Saison für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Die Sängerin saß in einer braunen Anzugkombination und einer Bluse im Mozart-Stil an einem Klavier, als sie ihren Titel „Ein Kuss in Paris“ im ZDF-Format präsentierte.
Vor dem Auftritt machte Andrea Kiewel Kelly noch eine kleine Liebeserklärung. Danach setzte die Sängerin auf eine Präsentation im Full Playback, was bei Teilen des Publikums sofort Kritik auslöste. In Kommentaren hieß es, das Klavier wirke eher wie ein Requisit als wie ein Instrument des Songs; ein Nutzer schrieb: „Was hockt die Kelly da am Klavier? Das ist so unreal und passt null zu ihrem Song“. Ein anderer bemerkte: „Klavier kommt doch gar nicht vor in dem Song“. Auch der Satz „Aber was sie da am Klavier macht, passt nicht zum Sound. Also alles wie immer im 'Fernsehgarten'“ fiel in der Diskussion.
Der Auftritt war Teil der „Schlagerparty“-Ausgabe des „Fernsehgarten“, in der auch Hansi Hinterseer, Bernhard Brink und Ella Endlich zu sehen waren. Ebenfalls angekündigt waren Anna-Maria Zivkov, Olaf Berger, Mark Keller, Fantasy und Tiroler Schmäh. Für die kulinarischen Momente sorgte Sally Özcan, und auch das ESC-Finale wurde in der Sendung thematisiert.
Die Reaktionen kamen nicht aus dem Nichts. Schon der Saisonauftakt am 10. Mai war bei vielen „Fernsehgarten“-Zuschauern schlecht angekommen, und genau deshalb wurde Kellys Nummer so genau beäugt. Mehrere Kommentare zielten auf die Inszenierung: „Maite Schatz, wenn du Klavier fakest, dann auch zur Melodie“, schrieb ein Nutzer, ein anderer kommentierte: „Klavier Playback ist am schwierigsten“. Wieder andere fassten die Szene knapp zusammen mit „Das Klavier war da jetzt aber auch sinnfrei“ oder „Maite macht den Udo“.
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck eines Auftritts, der weniger wegen des Songs als wegen seiner Inszenierung hängen blieb. Für den „Fernsehgarten“ ist das fast schon Teil des Programms, für Kellys Auftreten bedeutete es an diesem Sonntag vor allem eines: Das Klavier war nicht Begleitmusik, sondern der eigentliche Aufreger.

