Der SC Freiburg steht am Mittwoch um 21 Uhr im Finale der Europa League gegen Aston Villa aus England. Für den Sport-Club ist es das erste Europacup-Endspiel in der Vereinsgeschichte, und mindestens 11.000 SC-Fans sollen in Istanbul dabei sein.
Schon ab Mittwochmorgen richtet der Verein ein SC-Fest auf dem Besiktas Square aus. Dort sind ab 10 Uhr Live-Musik, Getränke und die Chance auf Interviews vorgesehen, dazu bietet der SC seinen mitgereisten Anhängern kostenlose Bootsrundfahrten über den Bosporus an.
Auch zu Hause läuft die Vorbereitung auf Hochtouren. In Freiburg ist ein Public Viewing an der Messe Freiburg geplant, 15.000 Fans wollen dort gemeinsam schauen. In der Innenstadt werden ebenfalls Vorkehrungen für den Abend beschrieben, an dem der Klub das wichtigste Spiel seiner Geschichte bestreitet.
Die Begleitung aus dem deutschen Fußball ist außergewöhnlich groß. Die gesamte DFB-Spitze um Präsident Bernd Neuendorf und Bundestrainer Julian Nagelsmann reist nach Istanbul, dazu kommen Rudi Völler, Andreas Rettig und Holger Blask. Für Nagelsmann ist das Finale zugleich die letzte Gelegenheit, SC-Verteidiger Matthias Ginter vor der Nominierung des WM-Kaders zu begutachten, die am Donnerstag verkündet werden soll.
Der Rahmen ist damit längst größer als ein einzelnes Spiel. Freiburg erlebt sein erstes europäisches Endspiel, die Fans verteilen sich zwischen Istanbul und der Messe, und der Verein trägt die Erwartung eines ganzen Jahres auf einen Abend herunter. Für Vincenzo Grifo, inzwischen Rekordtorschütze des SC Freiburg, und für die Mannschaft steht am Mittwoch mehr auf dem Spiel als ein Pokal: Es ist der Versuch, den Freiburger Weg auf die größte Bühne Europas zu tragen.

