Lesen: Chelsea – Tottenham: De Zerbi setzt auf Rettungspunkt in Stamford Bridge

Chelsea – Tottenham: De Zerbi setzt auf Rettungspunkt in Stamford Bridge

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brauchen am Dienstagabend bei nur noch ein Unentschieden, um den Klassenerhalt praktisch sicherzumachen. will daraus keinen Nerventest machen, sondern einen Auftrag: Die Vorstellung, in Stamford Bridge den Sieg zu feiern, soll seine Mannschaft antreiben.

„Wenn alle Tottenham abstiegen sehen wollen, ist das eine große Motivation für mich und ich hoffe auch für meine Spieler“, sagte De Zerbi. „Es ist gut, sich vorzustellen, in ihrem Stadion den Sieg zu feiern.“ Der Trainer sprach am Morgen vor dem Spiel offen über die Kulisse und die Bedeutung der Partie, ohne sich von der Statistik einschüchtern zu lassen.

Die Zahlen sprechen allerdings gegen Tottenham. Seit 1990 haben die Spurs an der Stamford Bridge nur einmal gewonnen. Der einzige Erfolg in der jüngeren Vergangenheit kam 2018 unter Mauricio Pochettino zustande, als beim 3:1 mit zwei Treffern glänzte. De Zerbi erinnerte an die Bilanz, machte aber klar, dass sie für seine Ansprache nicht entscheidend sei: „Wir haben heute Morgen über diesen Rekord gesprochen“, sagte er. „Es ist nicht der Rekord, der wichtig ist. Es ist die Stimmung, wie man ins Spiel geht. Immer ruhig mit dem Blut, mit Persönlichkeit, mit dem richtigen Geist.“

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Für Tottenham kommt hinzu, dass weiter verletzt fehlt, während wieder verfügbar ist. De Zerbi sagte, er werde entscheiden, ob er Vicario zurück ins Tor beordert oder bei bleibt. Der Wettbewerbsvorteil auf dem Papier liegt damit nicht eindeutig bei den Gästen, die seit ihrem Sieg bei Crystal Palace am 28. Dezember fünf Ligaspiele später wieder auf Kurs kamen und nach Erfolgen gegen und Aston Villa aus den unteren drei Plätzen herauskletterten. Der Punkt in London würde genügen, um die Abstiegssorgen weitgehend zu beenden.

Die Partie trägt aber auch das Gewicht eines Rivalendurchgangs. Tottenham stellen mit 91 Gelben Karten und vier Platzverweisen die schlechteste Fair-Play-Bilanz der Liga, Chelsea folgt mit 81 Gelben Karten und sieben Roten. Das Spiel dürfte deshalb nicht nur über Nervensache, sondern auch über Disziplin entschieden werden. Solche Begegnungen kippen oft an einer Szene, und die Erinnerung an die Battle of the Bridge aus dem Mai 2016 hängt weiter über diesem Duell: Das 2:2 beendete Tottenham's Titeljagd, Leicester wurde danach Meister.

Genau deshalb ist Chelsea – Tottenham mehr als ein Termin im Spielplan. Für Tottenham geht es um den einen Punkt, der die Saison beruhigt. Für De Zerbi geht es um die Art, wie seine Mannschaft diese Aufgabe annimmt. Ein Fehler, eine Karte, ein Moment zu viel Leidenschaft — und aus der Chance auf Sicherheit wird wieder ein Abend, an dem die Tabelle plötzlich enger wirkt als erwartet.

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