Borussia Dortmund schaut nach Angaben aus Deutschland zwar weiter auf Jadon Sancho, doch das Interesse an einer erneuten Rückkehr soll deutlich nachgelassen haben. Der Klub denke über ihn nach, aber derzeit deute nicht mehr viel auf ein weiteres Comeback des Engländers hin, schrieb die kicker.
Ole Book bestätigte den grundsätzlichen Blick auf Sancho mit den Worten: „Natürlich haben wir ihn im Auge“. Zugleich betonte er: „Jadon ist ein hochgradig kreativer Spieler und hat in der Vergangenheit bereits einige exzellente Leistungen für Borussia Dortmund gezeigt - davon sind wir absolut überzeugt“. Aus dem Satz klang Anerkennung, aber kein klarer Kurs für einen Transfer.
Für Sancho wäre eine Rückkehr nach Dortmund nicht die erste Wende in seiner Karriere. 2021 wechselte er für 85 Millionen Euro von Borussia Dortmund zu Manchester United, von dort wurde er in der zweiten Hälfte der Saison 2023/24 zurück nach Dortmund ausgeliehen. Jetzt ist der 24-Jährige erneut nur per Leihe unterwegs, diesmal bei Aston Villa, und sein Vertrag bei Manchester United läuft bis zum Ende der Saison. Danach kann er ablösefrei gehen.
Bei Aston Villa kommt Sancho bislang auf 38 Einsätze, ein Tor und drei Vorlagen. Meist stand er dabei nicht in der Startelf, sondern kam von der Bank. Trainer Unai Emery bevorzugte auf den Flügeln eher Emiliano Buendia und John McGinn. Genau das macht Sancho für Dortmund zwar interessant, aber eben nicht automatisch zwingend.
Der Markt für einen Wechsel wird zusätzlich von Sanchos Gehalt erschwert. Er soll bei Manchester United mehr als zehn Millionen Euro im Jahr verdienen, ein Paket, das nur wenige Klubs in dieser Form stemmen wollen. Gleichzeitig bleibt seine Vergangenheit in Dortmund ein starkes Argument: Hier hatte er seinen Durchbruch, hier kennt man sein Profil, und hier wurde er schon einmal als kurzfristige Lösung zurückgeholt.
Hinzu kommt, dass Dortmund selbst an anderer Stelle über Bewegung im Kader nachdenkt. Auch ein möglicher Abgang von Karim Adeyemi wird derzeit mit dem Klub in Verbindung gebracht, was auf dem Flügel Raum schaffen könnte. Doch nach der jüngsten Entwicklung wirkt eine zweite Sancho-Rückkehr vor allem wie eine Option auf dem Papier. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob Dortmund den Spieler kennt, sondern ob am Ende Gehalt, Timing und Bedarf zusammenpassen.

