Julian Brandt steht vor einem ablösefreien Abschied von Borussia Dortmund, und der nächste Schritt des 30-Jährigen nimmt offenbar bereits Form an. Galatasaray hat nach Angaben von Sky Kontakt zu Brandt aufgenommen, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft.
Brandt hatte schon früher in diesem Monat betont, dass er weiter sehr ambitioniert sei. Zugleich sagte er: „Ich habe viele gute Ideen, viele Gedanken, aber es ist am Ende immer die Frage, was ist umsetzbar und vor allem, was macht auch Sinn.“ Der Mittelfeldspieler machte damit deutlich, dass es ihm nicht nur um den nächstbesten Wechsel geht, sondern um einen Schritt, der sportlich passt.
Genau deshalb bekommt die Suche nach einem neuen Verein jetzt Gewicht. Brandt wird nach der laufenden Vereinbarung ohne Ablöse gehen, und in den vergangenen Wochen wurde er mit Atlético Madrid in Verbindung gebracht. Auch Gespräche mit der AS Roma sollen stattgefunden haben. Als bevorzugtes Ziel gilt Spanien, während ein Wechsel in die MLS oder nach Japan dem Vernehmen nach keine Option ist. Angebote aus Saudi-Arabien soll Brandt ebenfalls abgelehnt haben.
Die Gespräche kommen in einer Phase, in der sich auch seine Marktposition verändert hat. In den vergangenen zwei Jahren fiel sein Marktwert von 40 Millionen Euro auf 20 Millionen Euro. Sportlich lieferte er in der Saison 2025/26 dennoch eine ordentliche Bilanz mit 29 Bundesliga-Einsätzen, sieben Toren und vier Vorlagen. Für Dortmund bleibt er damit bis zum Vertragsende ein Spieler, der noch einmal Einfluss nehmen kann, auch wenn die Trennung schon feststeht.
Galatasaray verfolgt derweil einen klaren Plan. Der Klub hat bereits im vergangenen Jahr mit Leroy Sané mit einer Mischung aus Vertragspaket und sportlichem Anspruch einen großen Angriff gestartet und verfolgt wegen hoher Investitionen im Kader ehrgeizige Ziele in der Champions League. Brandt würde in dieses Bild passen: ein erfahrener deutscher Nationalspieler, der auf dem Markt frei verfügbar wird und sich offenkundig nur für einen Wechsel interessiert, der sportlich Sinn ergibt. Brandt und Sané standen für Deutschland schon 25 Mal gemeinsam auf dem Platz, für die U21 und die A-Nationalmannschaft zusammen.
Passend dazu bleibt Brandts eigener Maßstab klar. „Am Ende soll es auch darum gehen, diese Sportart zu genießen und Spaß zu haben. Das ist für mich das Wichtigste“, sagte er. Genau daran wird sich nun messen lassen, ob aus dem Interesse aus Istanbul, den Verbindungen nach Spanien und Italien und den abgesagten Alternativen tatsächlich ein neuer Vertrag wird.

